Dieses Unternehmen hat den Schlüssel zum Osten

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Banken leiden unter niedrigen Zinsen. Wohl dem, der auf spannenden Märkten unterwegs ist, wie die Erste Group. (Foto: BalkansCat / shutterstock.com)

Banken aus Österreich gelten nicht selten als das „Tor zum Osten“.  Tatsächlich ist auch etwas dran, allein geografisch spricht schon vieles dafür. Wir haben für Sie die Aktie von Erste Group Bank unter die Lupe genommen und erklären Ihnen, ob im Wert Potenzial besteht. Zunächst aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen an sich. Die Erste Group Bank ist 1819 unter dem Namen Erste Bank der österreichischen Sparkassen gegründet worden.

Sie hat sich in den letzten zehn Jahren zu einer der führenden Bankgruppen Zentraleuropas (CEE-Segment) entwickelt. Mit Fokus auf die Region Mittel-/Osteuropa betreuen rund 46.000 Mitarbeiter in 2.792 Filialen mehr als 16 Mio Kunden in Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien, Kroatien und Serbien.

Viele Einlagen, große Pläne

Nachdem sich der Gewinn der Erste Group 2020 durch hohe Wertberichtigungen halbierte, stabilisierte sich das Geschäft im 1. Quartal. Der Umsatz stieg um 10,0% auf 1,8 Mrd €. Der Gewinn wurde um 50,9% auf 355 Mio € gesteigert. Die wirtschaftliche Erholung in Österreich und Osteuropa kommt der Bank zugute. Der Gewinn soll in diesem Jahr deutlich gesteigert werden. Das spiegelt sich auch in der Dividendenpolitik wider. Voriges Jahr musste die Ausschüttung wegen der Regularien der EZB ausfallen. Für 2020 wird jetzt eine Dividende in Höhe von 0,50 € pro Aktie ausgeschüttet.

Zusätzlich stellt die Erste Group 1 € pro Aktie in die Gewinnreserven ein, die ausgeschüttet werden sollen, sobald die Restriktionen der EZB fallen. Mit einer CET-1-Kernkapitalquote von 14,0% ist die Erste Group gut kapitalisiert. In der Corona-Krise haben die Kunden viel Geld zur Bank gebracht. Die Einlagen stiegen auf den Rekordwert von 205 Mrd €. Demgegenüber stehen nur 168 Mrd € an Krediten. Das Kreditwachstum hat sich deutlich abgeschwächt. Die Erste Group hat Reserven, um die Kreditvergabe zu erhöhen, wenn die Wirtschaft wieder anzieht. So soll das Zinsergebnis trotz sinkender Leitzinsen in wichtigen Märkten mindestens stabil gehalten werden.

Wie wir die Aktie sehen

2021 wird außerdem in die IT investiert. Prozesse sollen digitalisiert und damit effektiver gemanagt werden. Zudem wird die digitale Plattform George ausgebaut. Bis Ende 2021 soll die Einführung in Ungarn und Kroatien abgeschlossen sein. Dieses Engagement in Osteuropa ist für die Erste Group ein großer Vorteil – schließlich ist das Wachstum ist Osteuropa größer als hierzulande. Die Aktie können Sie sich daher vormerken!


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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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