Diese Schweizer sind ein Geheimtipp

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Die Aktie von Bucher Industries ist ein wenig langweilig – aber äußerst solide. Wir haben den Wert für Sie analysiert. (Foto: Alexander Mak / shutterstock.com)

Glauben Sie auch, dass Deutschland das Land der Maschinenbauer ist? Das mag – mit einigen Abstrichen auch stimmen – doch es gibt weltweit Konkurrenz, die durchaus mithalten kann. Die Schweizer von Bucher Industries punkten mit guten Produkten und auch sonst stimmt Vieles bei den Eidgenossen. Wir nehmen die Aktie für Sie unter die Lupe. Vorab gibt es aber ein Portrait des Unternehmens an sich.

Bucher Industries ist ein weltweit führender Anbieter von Spezialmaschinen im Landtechniksektor, bei Kommunal- und Geländefahrzeugen (wie Kehrmaschinen), Wein- und Fruchtsaft-Produktionsanlagen, Hydraulik-Komponenten, Anlagen für die Keramikindustrie (wie Feuerfest- und Fliesenproduktionsanlagen) sowie Anlagen für die Behälterglasproduktion. Das Unternehmen ist in fünf Konzernbereiche untergliedert.

Gastro-Comeback sorgt für gute Zahlen

Bucher hat überraschend starke Halbjahresergebnisse präsentiert. Bei einem Umsatzwachstum von 18,5% hat sich der Gewinn verdoppelt. Die operative Marge verbesserte sich von 7 auf 11,2%. Der Auftragseingang stieg um fast die Hälfte auf 1,72 Mrd SFr und der Auftragsbestand um 55,3% auf 1,2 Mrd SFr. Alle Sparten meldeten eine Verbesserung der Profitabilität und bis auf Emhart Glass auch höhere Umsätze. In der Kuhn Group machte sich eine verstärkte Investitionsbereitschaft der Landwirte bemerkbar, denn diese profitierten von höheren Preisen für ihre Produkte und staatlichen Hilfsprogramme.

Wachstums- und Ergebnistreiber in der Sparte Municipal waren die neuen Kehr- und Kanalreinigungsfahrzeuge. Die Sparte Hydraulics hat dank der hohen Nachfrage nach Komponenten und Lösungen besser abgeschnitten. Die Sparte hat zudem durch eine Übernahme ihre Position im stark wachsenden Markt für elektrohydraulische Lösungen gestärkt.

Bei Emhart Glass spricht der deutlich gestiegene Auftragseingang für eine Rückkehr auf den Wachstumspfad in der zweiten Jahreshälfte. Denn mit den Lockerungen der Einschränkungen in der Gastronomie und bei Großveranstaltungen ist der Bedarf an Glasbehältern gestiegen. Die Sparte Specials profitierte ebenfalls von der Lockerung der pandemie-bedingten Einschränkungen.

Langweilig, aber solide

Bucher hat die Jahresprognose etwas optimistischer formuliert. Erwartet werden jetzt ein deutlicher Anstieg von Umsatz, Marge und Gewinn. Belastungsfaktoren bleiben Probleme bei der Beschaffung und Logistik, steigenden Material- und Transportkosten sowie der Fachkräftemangel. Auf den ersten Blick mag die Aktie von Bucher wenig spannend klingen – Landmaschinen und Abfüllanlagen sind jetzt nicht der neueste Renner am Markt. Aber das Unternehmen ist gesund und sehr solide. Die Dividende fällt mit 1,3% Rendite zwar äußerst gering aus, doch sollte die Aktie weiter steigen. Bleiben Sie am Ball!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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