Rendite mit Rohren und Leitungen

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In der Schweiz gibt es mehr als Schoki und Käse. Wir stellen ein Unternehmen vor, das weltweit Erfolg hat und analysieren, was die Aktie kann. (Foto: Tzido Sun / shutterstock.com)

Maschinenbau ist ein einträgliches Geschäft – wenn man technologisch vorne ist. Wir Deutschen schreiben dieses Attribut gerne den einheimischen Unternehmen zu. Doch auch im Ausland wird präzise und innovativ gearbeitet. Ein Beispiel ist die Schweizer Gesellschaft Georg Fischer. Wie das Unternehmen seit Jahren trotz starkem Franken international punktet und wie wir die Aktie einschätzen, erfahren Sie in unserer Analyse. Vorab aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen an sich. Georg Fischer konzentriert sich auf die drei Sparten GF Piping Systems (Rohrleitungssysteme), GF Casting (Fahrzeugtechnik) und GF Machining Solutions (Fertigungstechnik). Der 1802 gegründete Konzern ist in 34 Ländern mit 136 Gesellschaften vertreten und verfügt über 57 Produktionsstätten.

Es geht voran!

Die wirtschaftliche Erholung schlägt sich bei Georg Fischer nieder. Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr um 20% auf 1,8 Mrd SFr. Der Gewinn konnte auf 26 SFr je Aktie mehr als verdreifacht werden. Der Auftragseingang stieg um 42% auf 2 Mrd SFr. Die Zahlen notierten wieder auf dem Niveau vor der Pandemie. Alle Sparten profitierten von erhöhter Nachfrage. Größter Gewinner war die Sparte Casting Solutions. Dort konnte der Umsatz um 40% auf 459 Mio SFr gesteigert werden und war hauptsächlich auf die Erholung im Automobilsektor zurückzuführen. Die beiden anderen Sparten wuchsen ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich.

Georg Fischer profitiert von staatlichen Konjunkturprogrammen, die weltweit nach der Corona-Krise angestoßen wurden und vor allem auch den Infrastrukturbereich betreffen und somit die Sparte Piping Systems beflügeln könnten. Es gibt zwar einige Unsicherheiten durch Engpässe in der Lieferkette. Vorbehaltlich unvorhergesehener Umstände hob  Georg Fischer jedoch die Prognose auf ein zweistelliges Umsatzwachstum an und prognostizierte eine substanzielle Steigerung des Gewinns.

Was bringt die Dividende?

Das Unternehmen konkretisierte auch seine Ziele im Nachhaltigkeitsrahmen 2025. Bis dahin sollen 70% des Umsatzes aus Produkten mit sozialem oder ökologischem Nutzen bestehen und die CO2-Emissionen um 12,5% reduziert werden. Außerdem sollen 25% aller Führungskräfte weiblich, die Unfallrate um 30% gesenkt und eine Weiterempfehlungsquote als Arbeitgeber von 80% erreicht werden. Die Aktie läuft stark und es spricht vieles dafür, dass das auch so bleibt.

Georg Fischer ist weltweit erfolgreich und punktet mit guten Produkten. Auch der Fokus auf die Nachhaltigkeit dürfte sich langfristig für das Unternehmen auszahlen. Immer mehr Investoren achten darauf und auch regulatorisch dürften die Mühen dem Unternehmen Vorteile einbringen. Die Dividendenrendite ist mit 1% gering, aber das Unternehmen ist solide. Haben Sie den Wert gerne weiter auf dem Schirm!

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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