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Technologie-Vorsprung in vielen Bereichen

Größte Sparte des bayerischen Unternehmens ist der Automotive-Bereich, in dem Infineon u. a. Halbleiter für den Antriebsstrang, Servolenkungen, Klimaanlagen und Sicherheits-Systeme herstellt. Chips von Infineon sind außerdem bespielsweise in Fernsehern, Spielkonsolen und dem neuen Personalausweis zu finden. > Mehr...

infineon© spainter_vfx/Shutterstock

Infineon: Technologie-Vorsprung in vielen Bereichen

Kurzprofil Infineon mit Sitz in Neubiberg wurde kurz vor der Jahrtausend-Wende aus der Siemens AG ausgegliedert. Das Unternehmen bietet Halbleiter- und System-Lösungen für verschiedene Bereiche. Der Konzern teilt sich dabei in die Sparten Automotive, Industrial Power Control, Power Management & Multimarket sowie Chip Card & Security auf. 26.700 Mitarbeiter sorgten 2012 für einen Umsatz von knapp 4 Mrd. €.

Infineon ist seit 2009 im Deutschen Aktien-Index notiert (WKN 623100).
Infineon Technologies AG
16,95 €
+0,73+4,31 %
  • ISIN: DE0006231004
  • WKN: 623100
Chart
  • 1T
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Kurs (Daten der Börse Stuttgart)
Letzter16,95 €
Zeitpunkt21.10.2019 21:55
Tief16,26 €
Hoch17,07 €
Eröffnung16,26 €
Briefkurs17 €
Geldkurs16,95 €
Kennzahlen
Dividenden Rendite1,59 %
KGV15,41
Performanz
Hoch 52 Wochen21,6 €
Tief 52 Wochen13,48 €
1 Jahr-5,48 %
3 Jahre4,04 %
5 Jahre137,12 %
Vorstandsportrait

Reinhard Ploss: Infineons neuer Chef-Techniker

Sieht man Reinhard Ploss, den Vorstandsvorsitzenden von Infineon, auf einem Pressemeeting, wirkt der Mann zunächst etwas unscheinbar. Kein Wunder also, dass der Chef-Techniker des Neubiberger Konzerns von vielen unterschätzt wird.

Hierbei spielt wohl auch eine Rolle, dass er relativ ungeplant an seinen Job kam. Sein Vorgänger Peter Bauer hatte 2011 beim Aufsichtsrat aus Gesundheitsgründen um seinen vorzeitigen Abschied gebeten, vier Jahre vor Ablauf seines Vertrages. Die geplante Nachfolgeregelung mit dem Vorstandsmitglied Arunjai Mittal konnte so nicht umgesetzt werden, war das Multitalent doch erst seit einem halben Jahr bei Infineon angestellt.

Mit Infineon ins neue Jahrtausend

Nicht so Reinhard Ploss, der sich nach einem Studium der Verfahrenstechnik in München Mitte der 1980er Jahre bei Siemens bewirbt und dort schnell aufsteigt. Zu Beginn des neuen Jahrtausends folgt der Wechsel zu Infineon, wo Ploss zunächst die Sparte „Automotive & Industrial Business Group“ übernimmt. Sein nächster Traum, der Wechsel in den Vorstand, sollte zu diesem Zeitpunkt noch 7 Jahre auf sich warten lassen.

Als Ploss schlussendlich in den Vorstand berufen wird, landet er mitten im Chaos. Schon 2008 verlässt Vorstandschef Wolfgang Ziebart seinen Posten, zu schnell bewegt sich Infineon auf den Abgrund zu. Zwischenzeitlich fällt der Aktienkurs auf weniger als 1 €, eine Insolvenz steht ebenfalls im Raum.

Nur mit Unterstützung des Finanzinvestors Apollo kann die Pleite im letzten Moment abgewendet werden. Wenig später kracht es im Vorstand erneut. Diesmal muss Finanzvorstand Marco Schröter seinen Posten verlassen, Ploss stellt sich auf die Seite des amtierenden Vorstandschefs Bauer und bleibt.

Reinhard Ploss: Der Vorteil der langen Konzernhistorie

2011 ist er so das Vorstandsmitglied mit der längsten Konzernhistorie und setzt sich daher beim Aufsichtsrat im Rennen um den Chefposten durch. Seine Stärken sind dabei klar umrissen: Wie kein Zweiter kennt sich Ploss mit der Technik und der Organisation des Konzerns aus. Im Gegenzug wirkt er oftmals verunsichert, bereits in der Vergangenheit fiel es ihm schwer, notwendige Entscheidungen auf Kosten seiner Mitarbeiter durchzusetzen.

Charaktereigenschaften, die Ploss sicherlich ablegen muss, soll das Konzernziel von Infineon erreicht werden. In Zukunft soll der Halbleiterhersteller zum Systemanbieter umgewandelt werden, also immer mehr Funktionen in den Produkten vereinen.

Ein enger Kontakt zu potenziellen Kunden ist Ploss wichtig. Dazu gehören vor allem die Spitzen der deutschen Autoindustrie, die Ploss als schlagfertigen Analytiker schätzen. Arbeitnehmer loben hingegen seine harten Verhandlungen und seine Verlässlichkeit.

Versprechen, die Ploss gibt, hält er ein, jederzeit. So auch das Versprechen, Infineon in den kommenden Jahren zu neuem Glanz zu führen – und das auch gegen Widerstände aus den eigenen Reihen. Bei Amtsantritt bekam er keinen der üblichen 5-Jahres-Verträge, sein alter Vorstandsvertrag wurde nur umformuliert. So hat Ploss nun Zeit bis Ende September 2015, um den Worten Taten folgen zu lassen. Insider sind sich sicher, dass er dies hinbekommt.

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