Wirtschaftsplan: Das steht drin

Im Wirtschaftsplan stellt der WEG-Verwalter die für das kommende Jahr zu erwartenden Ausgaben der Wohnungseigentümergemeinschaft zusammen, verteilt sie nach dem Kostenverteilungsschlüssel auf die einzelnen Eigentümer und errechnet so das von jedem zu zahlende Hausgeld.

Der Wirtschaftsplan ist gesetzlich vorgeschrieben (§ 28 Abs. 1 WEG). Die Aufstellung kann auch durch eine Vereinbarung nicht ausgeschlossen werden. Sie kann im Gegenteil auch gerichtlich erzwungen werden. Grundsätzlich wird der Wirtschaftsplan vom WEG-Verwalter aufgestellt. Aufgrund einer Vereinbarung kann der Verwaltungsbeirat zur Aufstellung bevollmächtigt werden.

Der Wirtschaftsplan beinhaltet alle zu erwartenden Ausgaben und sämtliche voraussichtlichen Einnahmen des kommenden Geschäftsjahres, das – wenn nichts anderes vereinbart wurde – das Kalenderjahr ist. Gleichzeitig werden hier die Vorauszahlungen der Miteigentümer festgelegt. Nach Genehmigung durch Mehrheitsbeschluss sind diese Vorauszahlungen in ihrer Höhe zum beschlossenen Termin fällig.

Wurden in der Teilungserklärung bzw. in der Gemeinschaftsordnung oder durch Beschlussfassungen keine anderweitige Regelung getroffen, ist der Wirtschaftsplan in den ersten drei bis vier Monaten des Jahres zur Beschlussfassung vorzulegen.

Auf der Grundlage des Wirtschaftsplans und der daraufhin erfolgten Zahlungen wird die Jahresabrechnung erstellt.

16. April 2015

Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.