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BioNTech eilt der Konkurrenz voraus

BioNTech eilt der Konkurrenz voraus
Marcus Krauss - stock.adobe.com
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Bei Impfstoffaktien trennt sich so langsam die Spreu vom Weizen. Während Hauptkonkurrent Moderna mit seinem Quartalsbericht zuletzt enttäuschte und aufgrund von Produktionsproblemen seine Jahresprognose reduzieren musste, brummen die Geschäfte bei BioNTech.

Quartalszahlen weitaus besser als erwartet

Die vor wenigen Tagen vorgelegten Ergebnisse für das dritte Quartal lagen klar über den Analystenerwartungen. Der Mainzer Konzern vermeldete für das dritte Quartal sehr starke Zahlen: Der Umsatz lag bei 6,09 Mrd. Euro, gegenüber 67,5 Mio. Euro im Vorjahr. Damit wurden die durchschnittlichen Prognosen von 5,02 Mrd. Euro um mehr als 20% übertroffen.

Zum Vergleich: Der Pharma-Gigant Bayer, der am selben Tag Ergebnisse vorlegte, erzielte in seiner Pharmasparte einen Umsatz von 4,5 Mrd. Euro.

Weit über den Erwartungen (10,50 Euro) fiel auch der Gewinn pro Aktie von 12,35 Euro aus, verglichen mit einem Verlust von 0,88 Euro im Vorjahreszeitraum.

BioNTech und Pfizer geben sich weiter optimistisch

Und die Erfolgsgeschichte dürfte weitergehen: BioNTech und Pfizer planen, bis Ende des Jahres 2,7 bis 3 Mrd. Dosen ihres COVID-19-Impfstoffs zu produzieren und beabsichtigen bis 2022 eine weitere Ausweitung auf bis zu 4 Mrd. Dosen.

Pfizers Corona-Tablette ist keine Alternative zu Impfstoffen

Nach den Erfolgsmeldungen für Pfizers Corona-Tablette gerieten die Aktien der Impfstoffhersteller zuletzt stark unter Druck. Allerdings sehen Gesundheitsexperten darin keine Alternative zu Impfstoffen.

Denn bei der Einnahme ist vor allem Schnelligkeit gefragt. Nur wenn die Einnahme im Anfangsstadium erfolgt, ist die Wirksamkeit hoch. Es wird aber nicht immer möglich sein, die Tablette wenige Tage nach der Ansteckung zu verabreichen, vor allem dann nicht, wenn die COVID-19-Erkrankung anfangs mild verläuft und sich der Gesundheitszustand des Patienten erst im späteren Verlauf verschlechtert. Eine Impfung gegen COVID-19 bietet nach wie vor die höchste Sicherheit. Impfstoffe bleiben daher die wichtigste Waffe im Kampf gegen das Coronavirus. Die COVID-19-Tablette wird eher eine Art zweite Verteidigungslinie sein, falls die erste nicht greift.

BioNTech wächst in neue Dimensionen

Bei BioNTech gehen Analysten im Schnitt nach wie vor für das laufende sowie das kommende Jahr von einem Jahresumsatz von 17 Mrd. Euro aus. Dank einer extrem hohen Gewinnmarge wird über die Hälfte davon als Nettogewinn für das Unternehmen übrig bleiben.

Die BioNTech-Aktie bleibt damit mein klarer Favorit unter den Impfstoffwerten. Der Kursrücksetzer nach den Erfolgsmeldungen für Pfizers Corona-Tablette erscheint mir übertrieben.

Wer sich die Aktie ins Depot legen möchte, sollte sich aber über die weiterhin hohe Volatilität der Aktie im Klaren sein. Kursbewegungen im zweistelligen Prozentbereich an einem Handelstag wird es auch in Zukunft geben – nach oben wie nach unten. Eine gewisse Risikobereitschaft sollte bei Anlegern also vorhanden sein.