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Diese Biotech-Aktie zeigt relative Stärke

Diese Biotech-Aktie zeigt relative Stärke
l i g h t p o e t / Shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

In den vergangenen Monaten konnten einige Aktien aus dem Biotech-Sektor relative Stärke zeigen. Gerade weil die Branche lange Zeit von den Anlegern vernachlässigt wurde, lohnt es sich hier genauer hinzusehen. Heute möchte ich Ihnen einen etwas spekulativeren Titel aus dem Biotech-Bereich vorstellen, dessen Aktie seit Jahresbeginn rund 50% zulegen konnte: Ionis Pharmaceuticals.  

Unternehmensportrait

Das US-Biotech-Unternehmen Ionis Pharmaceuticals ist Marktführer für Gentherapien mittels sogenannter Antisense-Technologie. Dabei geht es darum, den Einfluss defekter Gene durch das Einfügen von RNA-Nukleinsäuren auszuschalten, indem die Ablesung der Erbinformation bzw. die Umsetzung dieser Information verhindert wird. Auf diese Weise kann eine Krankheit noch vor ihrer Entstehung bekämpft werden.

Und dass die Antisense-Technologie funktioniert, hat Ionis schon bewiesen und Gentherapien zur Zulassung gebracht. Das Top-Produkt ist Spinraza, das Ionis mit Kooperationspartner Biogen vertreibt. Einige Jahre lang war Spinraza das einzige verfügbare Medikament zur Behandlung von spinaler Muskelatrophie (SMA). Dabei handelt es sich um eine schwere erbliche Erkrankung der Nervenzellen, die alle Muskeln im Körper beeinträchtigt. SMA ist die häufigste genetisch bedingte Todesursache bei Kleinkindern und Säuglingen. Allerdings  waren die Umsätze mit Spinraza zuletzt rückläufig, da ein Konkurrenzprodukt auf den Markt gekommen ist.

Gut gefüllte Forschungspipeline

Für ein relativ kleines Biotech-Unternehmen besitzt Ionis Pharmaceuticals eine überaus gut ausgestattete Forschungspipeline mit insgesamt über 40 Wirkstoffen, von denen sich über die Hälfte bereits in der zweiten oder dritten Studienphase befinden.

Einer der wichtigsten Wirkstoff-Kandidaten ist Eplontersen, das mit Kooperationspartner AstraZeneca zur Behandlung der ATTR-Amyloidose entwickelt wird. Dabei handelt es sich um eine seltene Krankheit, die abnorme Ablagerungen von Proteinen in den Organen und im Gewebe verursacht. Dies führt auf Dauer zu Organversagen und – ohne Transplantation –  zum Tod.

Weltweit wird die Zahl der Erkrankten auf rund eine halbe Million geschätzt. Bei einer Zulassung, die im Idealfall noch zum Jahresende erfolgen könnte, winken langfristig Einnahmen in Milliardenhöhe.

Namhafte Kooperationspartner

Wie aussichtsreich ein neuer Ansatz im Biotech-Bereich ist, zeigt sich in der Regel an den Kooperationspartnern, die für gemeinsame Projekte ins Boot geholt werden können. Und diesbezüglich kann Ionis erstklassige Partnerschaften vorweisen, darunter bekannte Branchen-Giganten wie Novartis, Roche, GlaxoSmithKline, Bayer, Biogen und AstraZeneca. 

Trotz moderater Bewertung ist die Aktie spekulativ 

Ionis Pharmaceuticals wird bei einer Marktkapitalisierung von rund 6,5 Mrd. US-Dollar derzeit mit dem 9-Fachen des Umsatzes bewertet. Dies ist für ein Biotech-Unternehmen mit attraktiver Forschungspipeline nicht allzu viel. Aber natürlich ist die weitere Entwicklung vor allem von der Forschungspipeline abhängig. Dieses Risiko sollten Anleger nicht unterschätzen. Wenn Studien nicht den gewünschten Erfolg bringen, kann das den Aktienkurs deutlich belasten. Doch immerhin hat das Unternehmen sehr viele Asse im Ärmel bzw. in seiner Forschungspipeline. Für spekulativ orientierte Anleger ist diese Aktie daher auf jeden Fall einen näheren Blick wert.