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Diese zwei Biotech-Unternehmen sind auch ohne Impfboom hervorragend aufgestellt

Inhaltsverzeichnis

BB Biotech war vom Aufschwung des Biotechnologie-Sektors getrieben. Im 1. Halbjahr betrugen die Kapitalisierung 4,8 Mrd. SFr und der innere Wert 4,04 Mrd. SFr. Der Investitionsgrad belief sich auf 108%.

BB Biotech ist mit seinem aktuellen Beteiligungsportfolio hervorragend aufgestellt

Im 2. Quartal nahm BB Biotech keine neuen Titel ins Portfolio auf. Es besteht aktuell aus 33 Positionen. Mit 12,2% nimmt Moderna die Spitzenposition ein. Der Fokus lag auf den bereits investierten kleinen und mittleren Unternehmen. Aufgrund vieler Meldungen über Covid-19-Impfstoffe war die Situation volatil und nahm einen Großteil des Investment-Fokus ein.

Da AstraZeneca Alexion übernahm, konnte BB Biotech die gesamte Position mit erheblichem Gewinn veräußern. Mit diesem Gewinn und dem von Halozyme wurden die jüngsten Positionen wie Fate Therapeutics, Revolution Medicines und Rely Therapeutics aufgestockt. Zusätzliches Kapital kam auch durch Gewinnmitnahmen herein. Das Interesse der Marktteilnehmer an Covid-19-Impfstoffen war hoch, was den Biotechnologie-Sektor beflügelte.

mRNA-Impfstoffe sind hochwirksam und an Mutationen schnell anpassbar

Deshalb rechnet BB Biotech mit einer Nachfrage weit über das Jahr 2022 hinaus. Das verspricht längerfristig hohe Umsätze bei einzelnen Unternehmen. Einige Pharmasegmente sind noch nicht wieder auf Vorkrisenniveau, insbesondere klassische Medikamente, die in Abhängigkeit der Patienten-Arzt-Beziehung stehen. Im 2. Halbjahr liegt das Augenmerk auf Biogen. Der Konzern könnte die Zulassung für eine vielversprechende Alzheimer-Arznei erreichen.

Unternehmensporträt

BB Biotech beteiligt sich an den erfolgreichsten Gesellschaften und ist heute einer der weltweit größten Anleger in dieser Branche. Der Fokus der Beteiligungen liegt auf börsennotierten Unternehmen, die sich auf die Entwicklung und Vermarktung neuartiger Medikamente konzentrieren. Für die Selektion stützt sich BB Biotech auf die Analyse von Ärzten und Molekularbiologen.

Qiagen übertraf die eigenen Erwartungen

Der Umsatz stieg im 1. Halbjahr um 39,3% auf 1,1 Mrd. $ und der Gewinn je Aktie um 96,4% auf 1,08 $. Größter Gewinner mit einem Umsatzsprung um 66% auf 304 Mio. € war die Sparte Forschung & Testverfahren. Qiagen profitierte dabei nicht nur von der Corona-Krise. Der nicht mit COVID-19 verbundene Umsatz stieg um 37% auf 772 Mio. $. Der mit COVID-19 verbundene Umsatz macht etwa ein Drittel des Umsatzes aus. Erst kürzlich bekam Qiagen eine Notfallzulassung für einen Antigen-Test, der 30 SARS-CoV-2-Proben pro Stunde analysieren kann. Auch wenn der Bedarf an Tests durch die erhöhte Impfquote sinkt, spürt Qiagen keinen Umsatzrückgang.

Bei den Absatzmärkten punkteten hauptsächlich Amerika und EMEA

In Amerika stieg der Umsatz um 43% auf 501 Mio. $. In Europa um 44% auf 421 Mio. $. APAC inkl. Japan stieg um 27% auf 213 Mio. $. Für 2021 prognostizierte Qiagen ein Umsatzwachstum von über 12%. Der Gewinn je Aktie soll mindestens 2,42 $ je Aktie erreichen. Zudem wurde ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt. Qiagen will bis zum 17. September Aktien im Wert von 100 Mio. $ zurückkaufen.

Qiagen profitiert zwar erheblich von der Corona-Krise, jedoch ist das Unternehmen auch ohne die COVID-19-verbundenen Produkte gut aufgestellt und nutzt die gewonnene Finanzkraft für Expansionen im Lizenzgeschäft und für Aktienrückkäufe. Nicht nur die Profitabilität kann stetig gesteigert werden, auch das Umsatzwachstum ist ansehnlich.

Unternehmensporträt

Die juristisch in den Niederlanden, wirtschaftlich im rheinischen Hilden ansässige Qiagen ist ein weltweit führender Anbieter von Technologien, Produkten und Dienstleistungen zur Trennung und Aufbereitung von Nukleinsäuren. Zu den Kunden gehören bedeutende Hochschuleinrichtungen und staatliche Labors wie das US-amerikanische National Institute of Health (NIH) und die weltweit bedeutendsten Pharma- und Biotechnologiefirmen.