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Aerie Pharmaceuticals nach Alcon-Offerte 38% im Plus

Inhaltsverzeichnis

Die Übernahmewelle rollt weiter quer durch alle Branchen. Gerade hat der in Genf ansässige Augenheilkonzern Alcon zugeschlagen und will sich Aerie Pharmaceuticals einverleiben – Kostenpunkt immerhin 770 Millionen Dollar. Damit sichern sich die Schweizer Zugriff auf das aussichtsreiche Produktportfolio des US-Spezialisten für Augenheilkunde.

Die Anleger von Aerie Pharmaceuticals reiben sich die Hände. Nach der Bekanntgabe schossen die Aerie-Papiere um 38% in die Höhe. Damit hat sich die Aktie im volatilen Börsenjahr 2022 inzwischen mehr als verdoppelt.

Alcon – milliardenschwerer Spezialist für Augenheilkunde….

Die in Genf ansässige Alcon AG zählt mit 25.000 Mitarbeitern zu den weltweit führenden Anbietern im Bereich der Augenheilkunde. Geografisch ist die Gesellschaft, welche über operative Geschäftszentralen in der Schweiz und den Vereinigten Staaten verfügt, in über 140 Ländern vertreten. Die breit gefächerte Produktpalette des Konzerns umfasst unter anderem verschiedene Anwendungen im Bereich der Augen-Chirurgie sowie diverse Formen von Kontaktlinsen.

Gleichzeitig ist Alcon mit über 1.400 Wissenschaftlern stark in der Forschung aktiv. Demnach befinden sich aktuell über 100 neue Produkte in der Entwicklung, welche langfristig zum großen Teil über ein hohes kommerzielles Potenzial verfügen.

Im vergangenen Geschäftsjahr gingen bei Alcon Umsätze von 7,63 Milliarden Schweizer Franken durch die Bücher. Unter dem Strich erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 346 Millionen Schweizer Franken. Mit einem Börsenwert von rund 33 Milliarden Franken zählt Alcon zu den bedeutendsten Firmen in der Schweiz.

…..legt für Aerie Pharmaceuticals 770 Millionen Dollar auf den Tisch

Jetzt geht Alcon auf Einkaufstour und streckt die Fühler in die USA aus. Für den Preis von 15,25 Dollar pro Aktie wollen die Schweizer Aerie Pharmaceuticals schlucken. Das entspricht einer Prämie von 37% auf den letzten Schlusskurs und einem Gesamtwert von 770 Millionen Dollar.

Aerie Pharmaceuticals ist auf die Erforschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Augenheilkunde-Therapien spezialisiert. Durch die Übernahme werden die Augentropfen Rocklatan und Rhopressa von Aerie sowie zahlreiche klinische und präklinische Produktkandidaten für die Augenheilkunde in das Portfolio von Alcon aufgenommen. Mit Medikamenten zur Behandlung des Grünen Stars will die Firma in diesem Geschäftsjahr zwischen 130 bis 140 Millionen Dollar erzielen.

Positiver Gewinnbeitrag ab 2024

Alcon geht davon aus, dass sich die Übernahme im Jahr 2024 positiv auf den Kerngewinn pro Aktie auswirken und im vierten Quartal abgeschlossen werden wird. Alcon beendete das erste Halbjahr 2022 mit einer Cash-Position von 1 Milliarde Dollar. Finanziert werden soll der Deal durch die Übernahme kurz- und langfristige Schulden.

Alcon setzt Einkaufstour fort

Mit der Übernahme von Aerie Pharmaceuticals setzt der Schweizer Augenheilkonzern seine Schoppingtour ungebremst fort. Im Mai erwarb Alcon die pharmazeutischen Augentropfen Eysuvis von Kala Pharmaceuticals. Im November letzten Jahres schluckte Alcon das US-amerikanische Augenchirurgie-Unternehmen Ivantis für einen Kaufpreis von 475 Millionen Dollar.

Die Analysten stufen die Aerie Pharmaceuticals als strategisch sinnvoll ein. Der Konzern expandiert damit im Bereich des Glaukoms (Anm.: Grüner Star), einer häufigen Augenerkrankung, die zu Sehkraftverlust führen kann.

Alcon steigt bereits über Hydrus (sein chirurgisches Glaukom-Implantat) in den Glaukom-Markt ein. Mit der Ausweitung auf frühere therapeutische Eingriffe mit den Augentropfen von Aerie Pharmaceuticals baut der Konzern seine Wertschöpfungskette gezielt aus.

Die Anleger scheinen den Deal ebenfalls zu mögen. Die anfänglich leichten Verluste nach Bekanntgabe der Übernahme sind inzwischen kompensiert worden und die Aktie notiert leicht höher als zuvor.