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Becton Dickinson: Solider Medizintechniker mit Nachholpotenzial

Inhaltsverzeichnis

In turbulenten Börsenphasen wie diesen bieten Ihnen Medizintechnik-Aktien eine überdurchschnittliche Sicherheit. Die Geschäfte vieler Medizintechnik-Unternehmen sind wenig konjunkturanfällig und der demografische Wandel sorgt für langfristig stetig steigende Nachfrage nach ihren Produkten.

Heute stelle ich Ihnen einen Medizintechnik-Wert vor, den viele von Ihnen noch nicht kennen dürften, den US-Konzern Becton Dickinson.

Unternehmensportrait

Der 1897 gegründete US-Konzern zählt zu den weltweit führenden Anbietern medizinischer Einmalartikel wie Spritzen, Nadeln, Katheter und Probenbehältern. Zudem bietet Becton Dickinson Medizintechnik wie Infusionsgeräte, Diagnose- und Analysesysteme sowie chirurgische Instrumente und Implantate an.

Auch wenn das Unternehmen hierzulande eher wenig bekannt ist, gehört es mit einem Jahresumsatz von gut 19 Mrd. US-Dollar und rund 65.000 Beschäftigten zu den Branchengrößen in der Medizintechnik.

Nur in Teilbereichen kann Becton Dickinson von der Pandemie profitieren

Im Vergleich zu anderen großen Medizintechnikkonzernen wie Abbott Laboratories oder Thermo Fisher konnte Becton Dickinson von der Pandemie kaum profitieren. Zwar hat sich Becton Dickinson – ähnlich Abbott Laboratories – am Beginn der Pandemie frühzeitig auf die Entwicklung von mehreren COVID-19-Testverfahren fokussiert. Diese leisten jedoch einen geringeren Umsatzbeitrag als bei der Konkurrenz.

Dafür steht Becton Dickinson bei der zusätzlichen Nachfrage nach Spritzen für die globale Impf-Kampagne auf der Gewinnerseite. Schon vor einem Jahr gab der Konzern bekannt, über eine Milliarde Bestellungen für Injektionsgeräte in der Corona-Pandemie erhalten zu haben.

Allerdings waren auch einige Geschäftsbereiche von der Pandemie negativ betroffen, die sich aber inzwischen wieder erholt haben. Daher sorgte die Pandemie bei Becton Dickinson unterm Strich für eine kleine Delle bei Umsatz und Gewinn.  

Vor-Corona-Zahlen wieder überboten

Es hat etwas länger gedauert als bei der Konkurrenz – aber inzwischen hat der Konzern die Pandemie-Delle überwunden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr schaffte Becton Dickinson  wieder einen Umsatz und Gewinn über dem Vor-Pandemie-Niveau. In den kommenden Jahren dürfte Becton Dickinson dann zu seinem gewohnt beständigen Wachstum zurückfinden.

Aktie mit Nachholbedarf

Auch die Aktie hinkte lange Zeit der Konkurrenz hinterher. Nach jahrelanger Seitwärtsbewegung scheint es aber jetzt aufwärts zu gehen. Der Aktienkurs steht unmittelbar vor einem neuen Allzeithoch, was sicherlich das Interesse charttechnisch orientierter Anleger auf sich ziehen dürfte.

Auch fundamental sehe ich einiges Nachholpotenzial. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)  liegt bei knapp über 20, das Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) bei unter 4. Wenn der Aufwärtstrend erst mal richtig Fahrt aufnimmt, sehe ich hier einiges Potenzial nach oben.

Sie sollten von der Becton Dickinson-Aktie allerdings keine spektakulären Kurssprünge erwarten. Die Aktie punktet eher mit Beständigkeit und einem guten Chance/Risiko-Verhältnis. Für konservative Anleger lohnt sich daher durchaus ein näherer Blick auf den Wert.