Investieren Sie in die Pille gegen Corona

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Pfizer hat schonmüde Männer munter gemacht und schickt sich jetzt an, Corona den Schrecken zu nehmen. Was wir zur Aktie denken. (Foto: romaset / Shutterstock.com)

Pfizer ist eine der Pandemie-Aktien schlechthin. Schließlich hat der US-amerikanische Konzern früh mit Biontech kooperiert und so den Impf-Erfolg erst ermöglicht. Was sonst noch in der Aktie von Pfizer steckt und ob sich ein Investment für Sie lohnen kann, erklären wir in unserer Analyse. Nebenbei erfahren Sie, was Pfizer alles macht. So viel vorweg: Das Unternehmen hat viel mehr zu bieten als einen Corona-Impfstoff.

Pfizer wurde 1849 gegründet und gehört heute zu den weltweit größten Pharmakonzernen. Der Konzern konzentriert sich seit 2020 nur noch auf patentgeschützte Medikamente. Die Generika und nicht-patentgeschützten Medikamente (Upjohn) sowie die Konsumprodukte wurden ausgegliedert. Die Produktpalette umfasst 10 Blockbuster mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Mrd $. Die wichtigsten Medikamente sind Eliquis, Prevnar und Ibrance.

Das geht ja gut los!

Pfizer hatte einen exzellenten Jahresstart. Der Umsatz stieg im 1. Quartal um 44,6% und der Gewinn um 43,7%. Wachstumstreiber Nummer 1 waren die Impfstoffe, deren Umsätze sich auf 4,9 Mrd $ mehr als verdreifachten. Allein der gemeinsam mit BioNTech entwickelte Corona-Impfstoff Comirnaty spülte fast 3,5 Mrd $ in die Kasse. Aber auch die Krebsmedikamente konnten mit einem Wachstum von 17,5% auf 2,9 Mrd $ überzeugen. Angesichts der starken Geschäftsentwicklung hat das Management die Jahresprognose deutlich angehoben. Erwartet werden jetzt ein Umsatz von 70,5 bis 72,5 Mrd $ sowie ein bereinigter Gewinn von 3,50 bis 3,65 $ pro Aktie.

Den tatsächlichen Gewinn schätzen wir auf 3 $ pro Aktie. Den Umsatz mit dem Corona-Impfstoff schätzt der Konzern auf 26 Mrd $. Die Ziele erscheinen realistisch. Im Mai haben die US-Gesundheitsbehörde FDA und das europäische Pendant EMA eine erweiterte Zulassung erteilt. Der Corona-Impfstoff darf jetzt auch Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 15 Jahren gespritzt werden. Getestet werden zudem die Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern ab 6 Jahren. Im September könnten belastbare Daten vorliegen.

Kommt die Pille gegen Corona?

Eine Pille gegen Corona befindet sich ebenfalls in der klinischen Entwicklung. Das Medikament sollen Infizierte bei ersten Krankheitssymptomen zu Hause einnehmen. Damit sollen das Fortschreiten der Krankheit gebremst und schwere Verläufe und damit Krankenhausaufenthalte vermieden werden. Die Zulassung könnte noch in diesem Jahr erteilt werden. Aufgrund der guten Aussichten, der attraktiven Dividendenrendite und der im historischen Vergleich günstigen Bewertung, sind wir voll und ganz von der Aktie überzeugt.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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