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Mehr als nur Gesundheit

Inhaltsverzeichnis

Covid-19, Affenpocken und dann noch die vielen anderen Krisen. Da liegt es doch nahe, sich auf Branchen zu fokussieren, die eine gewisse Sicherheit versprechen. Pharma-Werte sind solide unterstützt und unterliegen keiner negativen Zyklik. Wir haben Pfizer für Sie ganz genau unter die Lupe genommen und erklären, welche Rolle der Wert in Ihrem Portfolio spielen kann. Pfizer wurde 1849 gegründet und gehört heute zu den weltweit größten Pharmakonzernen.

Der Konzern konzentriert sich seit 2020 nur noch auf patentgeschützte Medikamente. Die Generika und nicht-patentgeschützten Medikamente (Upjohn) sowie die Konsumprodukte wurden ausgegliedert. Die Produktpalette umfasst 10 Blockbuster mit einem Jahresumsatz von mehr als 1 Mrd $. Die wichtigsten Medikamente sind Eliquis, Prevnar und Ibrance.

Die Zahlen sind mehr als ordentlich

Pfizer übertraf mit seinen Zahlen für das 1. Quartal die Erwartungen des Marktes. Der Umsatz stieg um 76,8% und der Gewinn um 61,2%. Wachstumstreiber waren die Impfstoffe, deren Umsatz sich auf 14,9 Mrd $ nahezu verdreifachte. Zudem spülte das Corona-Medikament Paxlovid, das einen schweren Krankheitsverlauf verhindern soll, 1,47 Mrd $ in die Kasse. Damit war Paxlovid aber nicht so erfolgreich wie das Konkurrenzprodukt von Merck & Co. Auch der Umsatz mit Krebsmedikamenten enttäuschte mit einem Umsatzplus von nur 3,7% auf 3 Mrd $.

Das Geschäft mit Krankenhausernährung überzeugte dagegen mit einem Umsatzwachstum von 69% auf 3,2 Mrd $. Für das Gesamtjahr hat das Management die Umsatz-Prognose von 98 bis 102 Mrd $ bestätigt. Der Umsatz mit dem Corona-Impfstoff wird auf 32 Mrd $ geschätzt und der Umsatz mit Paxlovid auf 22 Mrd $. Die Prognose für den um Sondereffekte bereinigten Gewinn wurde um 10 Cent auf 6,25 bis 6,45 $ pro Aktie gesenkt. Hintergrund ist ein negativer Effekt aus einer neuen Rechnungslegungsvorschrift.

Gesunde Rendite

Tatsächlich dürfte Pfizer unter dem Strich rund 35 Mrd $ verdienen. In den kommenden beiden Jahren dürften Umsatz und Gewinn im Zuge eines Abflauens der CoronaPandemie schrumpfen. Um die Lücke zu schließen, braucht der Konzern Erfolge im Kerngeschäft mit neuen Medikamenten.

Ein erster Schritt ist die 11,6 Mrd $ schwere Übernahme des bisherigen Partners Biohaven, einen Spezialisten im Kampf gegen Migräne. Die Aktie ist im historischen Vergleich sehr niedrig bewertet. Das kann gerade im jetzigen Marktumfeld eine Art Sicherheitspuffer bedeuten. Auch die Dividendenrendite von 3% ist positiv. Pfizer kann Ihnen eine gesunde Rendite einbringen!