Asana-Aktie: Firmengründer sammelt weiter millionenschwere Aktienpakete ein

Software – monsitj ado

Der Firmengründer von Asana sammelt weiter millionenschwere Aktienpakete ein. Die Aktie des Softwarekonzerns entwickelt sich zum Anlegerliebling. (Foto: monsitj / Adobe Stock)

Aktienkäufe von Firmeninsidern können Anlegern wichtige Indikationen für die zukünftige Geschäftsentwicklung geben. Wenn führende Manager hohe Summen in das eigene Unternehmen investieren, dann hat das oft nur einen einzigen Grund: Sie wollen mit den Transaktionen Geld verdienen. Auffällige Aktienkäufe gibt es seit einigen Monaten bei dem US-Softwareanbieter Asana.

Obwohl der Kurs seit dem Börsengang im September letzten Jahres um 400% zugelegt hat, ist der Firmengründer und Vorstand Dustin Moskovitz weiter auf der Käuferseite zu finden und sammelt unentwegt große Aktienpakete ein. Lassen Sie uns daher einen näheren Blick auf den Börsenliebling werfen.

Asana – der Shooting-Star unter den Softwarefirmen

Asana ist Anbieter einer gleichnamigen Business-Software, mit der Unternehmen ihre Arbeit organisieren können. In Asana können Aufgaben verteilt und Deadlines gesetzt werden, zudem können Teams über ihre gemeinsame Arbeit kommunizieren. Das Asana-Management ist übrigens prominent besetzt. Dustin Moskovitz, einer der Facebook-Mitbegründer, gründete Asana im Jahr 2008 mit Justin Rosenstein. Zu den Investoren gehörten Facebook-Vorstandsvorsitzender Mark Zuckerberg und seine Frau Priscilla Chan. Der frühere US-Vizepräsident Al Gore war ebenfalls ein Unterstützer.

Zu den Kunden zählen unter anderem IBM, Uber, Viessmann, der Brauereikonzern AB-InBev, Japan Airlines oder auch der Sportartikelhersteller Under Armour. Inzwischen liegt der Börsenwert der Firma bei rund 20 Milliarden Dollar.

Arbeitsmanagement-Plattform mit neuen Funktionalitäten

Zuletzt wurden die Funktionalitäten der Plattform deutlich erweitert: Die neuen Tools unterstützten die Anwender mit Video-Nachrichten zur Reduzierung von Meetings, mit einer intelligenteren „Meine Aufgaben“-Ansicht, und schaffen mehr Zeit für konzentriertes Arbeiten durch einen cleveren Kalender-Assistenten sowie stille Benachrichtigungen für die Windows- und Mac-Version von Asana.

Im Rahmen einer Partnerschaft mit Vimeo, der weltweit führenden All-in-One-Videoplattform, bietet Asana Teams jetzt die Möglichkeit der asynchronen Videokommunikation, die alle Vorteile der Live-Videokommunikation für die Zusammenarbeit nutzt und gleichzeitig weitere Meetings überflüssig macht.

72% Umsatzsteigerung im zweiten Quartal

Nachdem Asana bereits im ersten Quartal eine Umsatzsteigerung um 61% erreichen konnte, legte das Unternehmen im letzten Quartal noch eine Schippe drauf: Der Softwarespezialist steigerte seine Umsätze um 72% auf 89,5 Millionen Dollar. Das lag 7,2 Millionen Dollar über den Analystenerwartungen. Unter dem Strich wurde aber auch gleichzeitig der Verlust deutlich ausgeweitet. Am Ende stand ein Verlust von 68,3 Millionen Dollar in den Büchern vs. 41 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Insgesamt zählt der Konzern mittlerweile 107.000 zahlende Kunden. Die Anzahl der Kunden mit mehr als 5.000 Dollar Jahresumsatz erhöhte sich um 97%. Bei Kunden mit mehr als 50.000 Dollar jährlichem Vertragsvolumen verzeichnete Asana im Jahresvergleich ein Plus von 111% auf 598 Kunden.

Firmengründer setzt Aktienkäufe weiter fort

Für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich der Konzern zuversichtlich und geht davon aus, dass Umsätze von 357 bis 359 Millionen Dollar durch die Bücher gehen. Das entspräche einem Umsatzwachstum von 57 bis 58%.

Geht es nach dem Firmengründer Moskovitz, dann gibt es trotz der Kursrally offenbar weiteres Kurspotenzial. Der Firmenboss fällt seit geraumer Zeit nämlich mit signifikanten Aktienkäufen auf: Allein im Oktober hat Moskovitz 503.833 Aktien im Wert von 50,36 Millionen Dollar gekauft. Seit Juni summieren sich die Käufe auf über 4,16 Millionen Anteilscheine.

Inzwischen hält der Firmeninsider 5,21 Millionen Aktien, was 3% aller ausstehenden Aktien entspricht. Bei einem aktuellen Kurs von 106 Dollar hat das Aktienpaket immerhin einem Wert von 553 Millionen Dollar. Damit dürfte der Firmenchef ebenso an einem steigenden Aktienkurs interessiert sein wie seine Anleger.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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