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CEWE und Fiserv profitieren vom Trend zur Digitalisierung

Inhaltsverzeichnis

CEWE Stiftung & Co. KGaA hat für das 1. Halbjahr gute Zahlen vorgelegt, blieb aber etwas hinter meinen ambitionierten Erwartungen zurück.

CEWE deutlich profitabler geworden

Der Umsatz ging pandemiebedingt um 5,2% auf 262,6 Mio. € zurück. Dafür ist CEWE deutlich profitabler geworden. Der Umsatz pro Foto stieg um 6,2% auf 25,25 Cent. Damit beweist CEWE anschaulich, dass sich höhere Renditen gegenüber den Kunden durchsetzen lassen.

CEWE ist klarer Marktführer und spielt seine Marktmacht aus

Unterm Strich legte der Gewinn um ein Fünftel auf 0,18 € je Aktie zu. Zwar hat die Pandemie das Foto-Finishing-Geschäft und den Einzelhandel belastet, dafür entwickelte sich der kommerzielle Online-Druck besser als erwartet. Hier konnte sich CEWE eine weitere Kernkompetenz aufbauen, die sich leicht skalieren lässt.

In der 2. Jahreshälfte rechne ich mit geringen Nachholeffekten, aber vor allem mit einer besseren allgemeinen Geschäftsentwicklung. Flächendeckende Lockdown-Beschränkungen werden zumindest in den führenden europäischen Industriestaaten unwahrscheinlich, sodass die Geschäfte wieder stärker anlaufen werden. Zudem kann CEWE traditionell ein starkes Schlussquartal vorweisen, da dann Fotoprodukte als Weihnachtsgeschenke eingekauft werden.

Angesichts der guten Aussichten und der robusten Zahlen ist CEWE vergleichsweise günstig bewertet. Seinen Aktionären zahlt der Fotokonzern eine attraktive Dividende, die bereits zwölfmal in Folge angehoben wurde. Ich rechne mit weiteren Dividendensteigerungen.

Unternehmensporträt

CEWE Stiftung & Co. KGaA wurde 1961 gegründet. Das Unternehmen entwickelt hauptsächlich Bilder für den Einzelhandel. Der Umsatzanteil der digitalen Produkte wächst stetig. Zu den wichtigsten Kunden zählen Bertelsmann, Foto Dose, Metro und REWE. Mit über 50.000 Handelspartnern in 24 europäischen Ländern hat sich CEWE zum führenden Foto-Dienstleister Europas entwickelt.

Fiserv hat für das 1. Halbjahr starke Zahlen vorgelegt

Der Umsatz stieg um 7,9% auf 7,8 Mrd. $. Auf bereinigter Basis legte der Umsatz sogar um 20% zu. Unterm Strich ist ein Gewinnsprung von 49,1% auf 0,85 $ je Aktie gelungen. Digitales und kontaktloses Bezahlen wird immer beliebter. Fiserv zählt zu den klaren Marktführern. Seitdem Apple und andere große Endgeräte-Hersteller auch auf Zahlungslösungen setzen, haben die Geschäfte an Fahrt aufgenommen.

Fiserv profitiert überdurchschnittlich von diesen Impulsen, da bereits langfristige Verträge mit vielen Zahlungspartnern bestehen. Wer einmal die Zahlungsinfrastruktur nutzt, wird in der Regel nicht mehr wechseln. Diese enorme Kundenbindung ist ein wichtiger Trumpf. Diese privilegierte Marktstellung baut Fiserv mit strategischen Partnerschaften aus. In Deutschland ist der Bezahl-Konzern eine Partnerschaft mit der Deutschen Bank eingegangen. Gemeinsam soll der Zahlungsverkehr unter einem Dach digitalisiert und gebündelt werden.

Nach der Pleite von Wirecard nimmt Fiserv ein stückweit deren Marktführerrolle ein

Ähnliche Pläne gab es schon mit der insolventen Wirecard. So möchte die Deutsche Bank jetzt gemeinsam mit Fiserv den KMU-Kunden Konten, Zahlungslösungen und Bankdienstleistungen bereitstellen. Auf diese Weise können Kosten und Komplexität verringert werden. Für Fiserv ist diese Partnerschaft ein weiterer wichtiger Meilenstein im Siegeszug um den Bezahlkonzern der Zukunft.

Unternehmensporträt

Fiserv bietet seinen Kunden die Erfassung und Verarbeitung von Finanzdaten und die Entwicklung von Software und Technologien zum Management von Informations-Systemen an. Zum Kundenkreis gehören mehr als 16.000 Finanzdienstleister weltweit (Banken, Versicherungen, Investmentberater, Broker und Kreditanstalten). Fiserv beschäftigt rund 24.000 Mitarbeiter und operiert schwerpunktmäßig in den USA.