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Daten als Rohstoff des 21. Jahrhunderts

Daten als Rohstoff des 21. Jahrhunderts
Den Rise / shutterstock.com
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Medien sind mehr als Bild und Glotze – auch wenn das ein ehemaliger Bundeskanzler anders gesehen hat. Wenn Sie genau darüber nachdenken, werden auch Ihnen zahlreiche Angebote rund um Datenbanken in bestimmten Fachbereichen einfallen, die typische Medienangebote sind. Vor allem im Finanzsektor sind korrekte Daten wichtig.

Hier kommen Anbieter wie S&P Global ins Spiel. S&P Global wurde 1909 durch James McGraw und John Hill gegründet und ist heute ein bedeutender amerikanischer Informationsdienstleister. Das frühere Verlagshaus hat sich im Rahmen der Umstrukturierung 2015/2016 gezielt auf den Finanzbereich spezialisiert. Darunter betreibt der Konzern den bekannten Finanzdienstservice Standard & Poor’s und weitere Online-Datenbanken.

Was diese Zukäufe bedeuten

S&P hat für das 1. Halbjahr solide Zahlen vorgelegt und den Umsatz um 10,5% auf 4,1 Mrd $ gesteigert. Unterm Strich verbesserte sich der Gewinn um 8,8% auf 6,42 $ je Aktie. Damit konnte die starke Marktposition als einer der wichtigsten Finanzdienstleister ausgebaut werden. Jedoch blieb der Konzern etwas hinter unseren Erwartungen und auch hinter den Umsatz- und Gewinnzuwächsen von 2020 zurück. Das Wachstum verlangsamt sich. Deshalb setzt S&P künftig verstärkt auf externes Wachstum. Zuletzt wurden einzelne Geschäftsbereiche von IHS Markit übernommen.

IHS ist ein Software-basiertes Unternehmen, das digitale Lösungen für verschiedene Branchen anbietet. Der Schwerpunkt liegt auf der Automobilindustrie, den Finanzen, der Logistik und der Rüstung. S&P hat über eine Tochterfirma jetzt das Ölpreis-Informations-, das Kohle- und Minen- sowie das Metall- und Petrochemie- Geschäft übernommen. Der Kaufpreis ist nicht bekannt, wird aber auf 1,2 Mrd $ geschätzt. Mit diesen Akquisitionen sicherte sich S&P vor allem eins: Daten, die wichtig sind, um das eigene Geschäft weiter auszubauen.

Worauf Sie warten sollten!

Dabei profitiert S&P nicht nur als Vermögensverwalter von einer besseren Informationsbasis, sondern auch als Rating- und Ranking- Unternehmen. Gleichzeitig sind diese Bereiche derzeit sehr populär, weil sie unmittelbar mit dem Klimawandel in Verbindung stehen – was politisch das zentrale Thema der nächsten Dekade sein wird.

Da viele öffentliche Haushalte zu den Kunden zählen, ist der Zukauf ein wichtiger Schritt. Die Aktie ist nicht uninteressant. Die Dividende ist aber so schmal, dass sie zu vernachlässigen ist. Das Geschäft mit Daten ist aber überaus spannend. Da die Aktie schon stetig gestiegen ist, können Sie schwächere Phasen für einen Einstieg abwarten.