Dexcom: Aktie des Glukose-Monitoring-Spezialist weiter auf Erholungskurs

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Die Dexcom-Aktie marschiert Richtung Jahreshoch: Die Anleger haken offenbar die schwächere Gesamtjahresprognose des Medtech-Spezialisten ab. (Foto: tom - Adobe Stock)

In konjunkturell unsicheren Zeiten suchen die Anleger oft nach stabilen Geschäftsmodellen, die weniger stark von der Wirtschaftsentwicklung abhängen. Dass aber auch diese Aktien stark schwanken können, ist am Beispiel der Dexcom-Aktie eindrucksvoll zu sehen. Ende April sackten die Papiere im Zuge einer etwas schwächeren Gesamtjahresprognose beinahe um ein Viertel in den Keller.

Wer das Handtuch warf, wird sich inzwischen aber grün und blau ärgern. Gerade einmal sechs Wochen später hat die Dexcom-Aktie ihr altes Jahreshoch beinahe wieder erreicht. Worauf die Anleger sich in den nächsten Monaten einstellen können und wie die Analysten die Lage einschätzen, erfahren Sie jetzt.

Blutzuckerspiegel ständig im Blick

Bevor wir auf die aktuelle Geschäftsentwicklung im Detail kommen, möchte ich Ihnen die Firma Dexcom erst einmal näher vorstellen. Denn hierzulande dürfte das Unternehmen den wenigsten Anlegern bekannt sein. DexCom spezialisiert sich auf die Entwicklung und Vermarktung von CGM-Systemen (Continuous Glucose Monitoring), die den Blutzuckerspiegel bei Patienten mit Diabetes kontinuierlich überwachen. Das Hauptprodukt von DexCom ist das G6 CGM.

Der G6-Sensor wird unter die Haut eines Patienten implantiert, oft auf der Rückseite des Arms. Ein Sender verbindet sich mit dem Sensor und sendet Echtzeitdaten über den Insulinspiegel an einen Empfänger oder ein Smartphone. Diese Informationen können auch an andere Personen weitergegeben werden, z.B. an Ärzte oder an Eltern von Kindern, die das Gerät benutzen. Der G6 CGM-Sensor kann bis zu 10 Tage getragen werden, bis man ihn austauschen muss.

Enorme Vorteile für den Patienten

Im Gegensatz zu den meisten Glukose-Messsystemen benötigt das G6 von DexCom keine Piekser in die Fingerkuppen und bietet dem Patienten einen enormen Mehrwert. Durch die kontinuierliche automatische Überwachung des Blutzuckerspiegels müssen die Patienten nicht mehr selbst daran denken.

Dexcom adressiert riesigen Markt….

Weniger als 25% der Insulinverbraucher in den USA verwenden derzeit CGM-Systeme. DexCom hat bislang weniger als 20% des gesamten adressierbaren Marktes erobert. Dieser Kernmarkt bietet DexCom ein erhebliches Wachstumspotenzial. Das Unternehmen plant zudem, seinen Markt zu erweitern, indem man nach Möglichkeiten sucht, CGM im Diabetes-Screening und im intermittierenden Monitoring (geplantes Monitoring in bestimmten Zeitabständen im Gegensatz zum kontinuierlichen Monitoring) für Schwangere, Krankenhauspatienten und Patienten mit Typ-2-Diabetes sowie im Diabetes-Screening für Prädiabetespatienten einzusetzen.

….und erreicht beeindruckendes Wachstum

Ein Blick in die zurückliegenden Jahre zeigt, wie erfolgreich der Konzern mit seinen Produkten expandiert hat: Seit 2006 explodierten die Umsätze von 2 Millionen Dollar auf 1,92 Milliarden Dollar in 2020. Seit 2019 ist Dexcom profitabel und erzielte im zurückliegenden Geschäftsjahr einen Nettogewinn von 494 Millionen Dollar.

Starker Jahresstart, aber schwächere Prognose

Zum Jahresstart hielt die hohe Wachstumsdynamik weiter an. Insgesamt ging ein Umsatz von 505 Millionen Dollar durch die Bücher. Das entspricht einem Plus von 25%. Am Ende stand ein Gewinn von 40,3 Millionen Dollar vs. 19,9 Millionen Dollar im Vorjahresquartal in den Büchern. Damit wurden die Analystenerwartungen leicht übertroffen. Allerdings sorgte die etwas verhaltene Prognose für das Gesamtjahr vorübergehend bei den Anlegern für Enttäuschung. Für 2021 peilt Dexcom ein Umsatzwachstum zwischen 17 und 22% auf 2,26 bis 2,36 Milliarden Dollar an. Das lag etwas unter den Erwartungen der Analysten, die im Vorfeld im Mittel von 2,34 Milliarden Dollar ausgegangen waren.

Analysten raten mehrheitlich zum Kauf

Die Analysten raten in Summe aber weiter zum Kauf der Aktie. Von 21 Experten, die eine Einschätzung zur Aktien haben, raten insgesamt 17 zum Kauf der Aktie. Bei zwei Analysten wird die Aktie als Halteposition eingestuft, während zwei Banker zum Verkauf der Aktie raten. Im Schnitt liegt das durchschnittliche Kursziel bei 475 Dollar, was rund 15% über dem aktuellen Aktienkurs liegt.


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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