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Diese Gaming-Aktie bleibt ein Top-Trendwert

Diese Gaming-Aktie bleibt ein Top-Trendwert
Thomas Pajot / Shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Der amerikanische Computerspiele-Hersteller Take-Two Interactive Software hat gestern Zahlen vorgelegt. Und obwohl das Unternehmen die Erwartungen der Analysten klar schlagen konnte, gab die Aktie gestern um 6% nach. Der kleine Schwächeanfall dürfte sich als gute Einstiegsgelegenheit erweisen.

Bereits Anfang November hatte ich Ihnen die Take-Two-Aktie an dieser Stelle vorgestellt. Seitdem hat der Aktienkurs in der Spitze um fast 40% zugelegt. Der dynamische Aufwärtstrend ist trotz des Rücksetzers ungebrochen. Die Chancen für weitere Kurssteigerungen stehen gut.

Megatrend Gaming

Einer der großen Gewinner der Corona-Pandemie ist die Videospiele-Branche. Das Thema Gaming war schon vorher ein Wachstumsmarkt. Der Lockdown hat diesem Megatrend aber einen zusätzlichen Schub verliehen. Weil die Menschen mehr zu Hause sind, verbringen sie auch mehr Zeit vor der Spielekonsole oder zocken am Handy. Auch deshalb, weil sie bei Online-Spielen mit anderen in Kontakt sein können.

Hinzu kommt, dass sie zurzeit kein Geld für Reisen oder Konzertbesuche ausgeben (können). Deshalb dürften unter dem Weihnachtsbaum viele Computerspiele und Spielekonsolen gelegen haben. Natürlich brachten Microsoft und Sony rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft die neuen Modelle von Xbox und Playstation auf den Markt.

2020 war ein Boomjahr für die Gaming-Branche. Schätzungen zufolge dürfte der Umsatz mit Videospielen rund 175 Mrd. Dollar betragen haben, nach 150 Mrd. Dollar im Vorjahr. Dieser Trend wird sich fortsetzen. Die Marktforschungsfirma Global Data erwartet, dass der Umsatz bis 2025 auf über 300 Mrd. Dollar zunehmen wird.

Take-Two Interactive Software übertrifft die Erwartungen deutlich

Von diesem Trend profitiert auch Take-Two Interactive Software. Die 1993 ge­gründete Gesellschaft ist einer der führenden Entwickler von Computerspielen für Konsolen und Smart­phones. Der Firmensitz ist in New York. Daneben verfügt Take-Two über Niederlassungen in Großbritannien, Deutsch­land, Österreich, Frankreich, Italien, den Benelux-Ländern sowie in Kanada und Australien. Der be­kannteste Spiele-Hit der Amerikaner ist „Grand Theft Auto“.

Am Montagabend nach Handelsende legte der Spielehersteller aktuelle Zahlen vor. Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2020/2021 (bis März) schlug Take-Two die Analystenerwartungen deutlich. Nach einem außergewöhnlich starken Vorjahresquartal ging der Umsatz zwar von 930,1 auf 860,9 Mio. Dollar zurück. Analysten hatten jedoch rund 100 Mio. Dollar weniger erwartet. Der Gewinn je Aktie stieg um 10% auf 1,57 Dollar, während Analysten nur ein Ergebnis von 1,12 Dollar je Aktie prognostiziert hatten.

Auch der Ausblick für das vierte Geschäftsquartal überzeugte. Das Unternehmen stellt Umsätze zwischen 702 und 752 Mio. Dollar sowie einen Gewinn von 0,88 bis 0,98 Dollar je Aktie in Aussicht. Analysten hatten bislang lediglich Erlöse von 584 Mio. Dollar und ein Ergebnis von 0,59 Dollar je Aktie erwartet.

Aufwärtstrend ist ungebrochen

Trotz der starken Zahlen gab die Aktie gestern um 6% nach. Möglicherweise störten sich die Anleger daran, dass der geplante Kauf des britischen Spieleentwicklers Codemasters geplatzt ist. Take-Two hat sich aus dem Rennen zurückgezogen, das machte der Konkurrent Electronic Arts.

An den glänzenden Perspektiven ändert dies nichts. Für die kommenden fünf Jahre erwarten Analysten durchschnittliche Gewinnsteigerungen von rund 19%. Beste Voraussetzungen für eine Fortsetzung des imposanten Aufwärtstrends. Innerhalb eines Jahrzehnts hat sich der Aktienkurs um über 1.100% verbessert. Allein in den vergangenen fünf Jahren steht ein Zuwachs von über 450% zu Buche.

Der kleine Rücksetzer nach der Zahlenvorlage sollte sich als gute Einstiegsgelegenheit erweisen. Alles spricht für weitere Kurssteigerungen. Wird das Anfang der Woche bei 215 Dollar erreichte Allzeithoch übersprungen, sind auf Sicht der nächsten Monate Kurse um 250 Dollar realistisch.