GFT: 3. Prognoseanhebung in diesem Jahr

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Die Aktie des deutschen IT- und Software-Spezialisten GFT legte im Oktober eine +43%-Rally hin. Auslöser war die 3. Prognoseanhebung in diesem Jahr. (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

Die Aktie des deutschen IT- und Software-Spezialisten GFT ist in diesem Jahr nicht zu halten. Auf 12-Monats-Sicht kommt das Papier auf ein sagenhaftes Kursplus von 360%! Ursächlich dafür sind sehr starke operative Geschäfte.

Das Unternehmen hat alleine in diesem Jahr bereits 3 Mal seine eigenen Prognosen angehoben. Mehr dazu gleich. Zunächst aber ein paar Worte zum Unternehmen und zum Geschäftsmodell.

GFT: Die Digitalisierungs-Spezialisten

Die GFT Technologies SE ist ein IT-Dienstleister und Softwareentwickler für die Finanz- und Versicherungsbranche sowie den Industriesektor. Das 1987 gegründete und in Stuttgart ansässige Unternehmen bietet Beratung und Entwicklung zu verschiedenen Technologie-Themen und Softwareprodukten.

Dazu zählen beispielsweise Themen wie Cloud-Engineering (Anwendung von Ingenieurdisziplinen auf Cloud Computing), Künstliche Intelligenz (KI) oder Industrie 4.0 (vernetzte Fabriken).

GFT beschäftigte Ende 2020 knapp 6.000 Mitarbeiter, und die GFT-Aktie ist seit 1999 an der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Von März 2015 bis März 2018 war die GFT-Aktie im Technologieindex TecDax vertreten.

Deutliche Anhebung der Prognosen für 2021

Kommen wir nun zur kürzlich erfolgten 3. Prognoseanhebung in diesem Jahr: GFT gibt an, in diesem Jahr ein Vorsteuerergebnis (EBT) zu erreichen, das deutlich über der bisherigen Prognose liegt. Ursächlich dafür ist nach Angaben des GFT-Managements die strukturell höhere Nachfrage nach margenstarken neuen Digitalisierungslösungen.

Dies führt zu einem Auftragseingang, der über den Erwartungen liegt und dem Unternehmen einen Fokus auf Projekte mit höherer Marge ermöglicht. Ein weiterer Punkt: Durch aktives Kostenmanagement ist der Anstieg administrativer Aufwendungen geringer als geplant ausgefallen.

GFT erwartet für das laufende Jahr nun einen Umsatz von 560 Mio. Euro (bisherige Erwartung: 550 Mio. Euro), ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) von 65 Mio. Euro (bisher 62 Mio. Euro) sowie einen deutlichen Anstieg des Vorsteuergewinns (EBT) auf 40 Mio. Euro (bisher 36 Mio. Euro).

20% Umsatzwachstum bei starken Margen für 2022 erwartet

Darüber hinaus hat GFT einen ersten sehr positiven Ausblick für 2022 gegeben: Für das kommende Jahr erwartet der IT- und Software-Spezialist eine weiterhin hohe Marktdynamik mit einer sehr positiven Geschäftsentwicklung der Nachfrage und Margen, die über den Markterwartungen liegt.

Konkret wird ein Umsatzanstieg von rund 20% im Vergleich zu 2021 erwartet. Zudem geht das GFT-Management davon aus, dass die bereinigte EBITDA-Marge bei 11,5% liegt und die Vorsteuermarge bei 7,5%.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen und Perspektiven ist die beeindruckende Kursrally, die die GFT-Aktie seit Wochen und Monaten hinlegt, nicht verwunderlich. Ein Kauf drängt sich hier zum aktuellen Zeitpunkt aus meiner Sicht aber nicht mehr auf.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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