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Korrektur im Technologiesektor in der Endphase

Inhaltsverzeichnis

Bei der aktuellen Korrektur haben Technologieaktien ganz besonders gelitten. Das gilt vor allem für Corona-Profiteure, deren Aktienkurse teilweise regelrecht implodiert sind. Der Auslöser sind die steigenden Zinsen, die besonders Wachstumswerte treffen.

So steigen bei jungen Unternehmen, die noch keine Gewinne erzielen, die Finanzierungskosten. Hinzu kommt: Wenn ein Unternehmen rasant wächst, wird sein Wert an den Ge­winnen bemessen, die es vielleicht in zwei, drei oder fünf Jahren erzielt. Und dieser Wert hängt eben maßgeblich davon ab, wie hoch der Zins ist, mit dem künftige Gewinne abgezinst werden.

Dennoch haben zuletzt auch viele große Technologieunternehmen, die bereits hohe Gewinne erzielen, massiv korrigiert – aus meiner Sicht oft auch deutlich übertrieben. Inzwischen deutet einiges darauf hin, dass der Technologiesektor bald einen Boden finden könnte.

Schlechte Stimmung lässt Erholung erwarten

Ein Punkt, der eher eine Erholung erwarten lässt, ist die schlechte Anlegerstimmung, über die ich Ihnen in den vergangenen Wochen mehrfach berichtet habe. Diese hat zuletzt einen Tiefpunkt erreicht. Das zeigt ein Blick auf den von CNN Money ermittelten Fear & Greed Index (Angst-und-Gier-Index).

Dieser Index bewegt sich zwischen 0 und 100 Punkten, wobei hohe Werte Gier und niedrige Angst signalisieren. Mit nur noch 7 Punkten fiel dieser Index kürzlich auf den tiefsten Stand der vergangenen zwölf Monate. Inzwischen bewegt sich der Index seit mehr als zwei Wochen im Bereich extremer Angst.

Das ist ungewöhnlich. Als sich der Index Ende September/Anfang Oktober 2021 letztmals so lange in dieser Region aufhielt, folgte eine kräftige Erholung. Seinerzeit legte der S&P 500 innerhalb von vier Wochen um 8% zu. Der Nasdaq 100 kletterte in diesem Zeitraum sogar um 11%.

Nasdaq 100: Korrektur in der Endphase

Auch der Blick auf den Kursverlauf des amerikanischen Technologieindex liefert Indizien dafür, dass wir uns vermutlich in der Endphase der aktuellen Korrektur befinden. Der Nasdaq 100 hat gegen­über seinem Höchststand um 31% korrigiert. Ähnlich wie während des Corona-Crashs, als der US-Tech­no­lo­gie­index 30% verlor.

Mit dem Rückgang wurde die Hälfte des Anstiegs seit dem Corona-Tief wieder korrigiert. Häufig lässt sich beobachten, dass die Hälfte einer Aufwärtsbewegung korrigiert wird, bevor die Kurse wie­der den Weg nach oben antreten.

Im Chart auf Monatsbasis (jeder Balken stellt die Kursspanne eines Monats dar) sehen Sie, dass der Nasdaq 100 mit der jüngsten Korrektur nur noch knapp über seinem 40-Monats-Durchschnitt liegt. In der Nähe der Durchschnittslinie gelang in den vergangenen Jahren mehrfach die Wende (blaue Kreise), bevor der langfristige Aufwärtstrend wieder aufgenommen wurde.

Von einer nachhaltigen Wende sind wir zwar noch ein gutes Stück entfernt. Es deutet aber einiges darauf hin, dass sich die Korrektur in der Endphase befindet. Kurzfristig bleibt die Lage wackelig. Auf mittlere Sicht überwiegen aus meiner Sicht aber ganz klar die Chancen.