Nachhaltigkeitsstrategie: Cancom will bis 2027 klimaneutral sein

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Der deutsche IT-Dienstleister Cancom hat verkündet, bis spätestens 2027 klimaneutral wirtschaften zu wollen. (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

Nach der Bundestagswahl war klar, dass eine Regierungsbildung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nur mit den Grünen möglich sein wird. Daher haben „grüne“ Aktien nach der Bundestagswahl zugelegt.

Aber auch Unternehmen, die nicht in den klassischen grünen Sektoren aktiv sind, setzen sich verstärkt Klimaziele, die sie durch eine konsequente Nachhaltigkeitsstrategie erreichen wollen. Dazu gehört auch das in München beheimatete mittelständische IT-Systemhaus Cancom SE.

IT-Dienstleister Cancom verkündet Nachhaltigkeitsstrategie

So hat der bayerische IT-Dienstleister Cancom gestern bekannt gegeben, dass sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt hat, bis spätestens 2027 klimaneutral zu werden. Um dies zu erreichen, hat Cancom konkrete Ziele für soziale und ökologische Nachhaltigkeit in einer neuen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt.

Neben der Klimaneutralität sind auch Investitionsziele für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter und ein Spendenziel für soziale und karitative Engagements in der neuen Nachhaltigkeitsstrategie festgelegt worden.

„Cancom legt im Tagesgeschäft Wert auf soziale und ökologische Faktoren. Mit unserer neuen Nachhaltigkeitsstrategie nehmen wir unsere Verantwortung als Unternehmen neu an, indem wir uns klare, messbare Ziele setzen“, so Cancom-Chef Rudolf Hotter.

Cancom im Kurzporträt

Da Cancom seine IT-Dienstleistungen ausschließlich im B2B-Bereich anbietet, ist das Münchener IT-Systemhaus in der breiten Bevölkerung eher unbekannt. Daher möchte ich Ihnen den bayerischen Mittelständler kurz vorstellen.

Cancom wurde bereits 1992 gegründet und bezeichnet sich selbst als Digital Transformation Partner. Der IT-Dienstleister unterstützt seine Kunden darin, die Komplexität ihrer IT zu reduzieren und die Anwendung modernster Technologie auszubauen.

Bei den mehr als 20.000 Kunden, die Cancom bei der Gestaltung ihrer IT-Struktur unterstützt hat, handelt es sich um Unternehmen, Organisationen und den öffentlichen Sektor. Die Cancom-Gruppe mit insgesamt gut 4.000 Mitarbeitern hat ihren Hauptsitz in München und verfügt über mehr als 60 Standorte in Europa und den USA.

Cancom mit guten Halbjahreszahlen

Auch die operative Entwicklung der Münchener IT-Spezialisten in diesem Jahr kann sich durchaus sehen lassen. So erwirtschaftete das Unternehmen im 1. Halbjahr einen Umsatz von 715,4 Mio. Euro. Das waren 12,8% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich in den ersten 6 Monaten dieses Jahres auf 66,3 Mio. Euro. Das waren 37,2% mehr als im Vorjahr. Auch die EBITDA-Marge, ein Indikator für die Profitabilität des Unternehmens, lag zur Jahresmitte 2021 bei guten 8,8%. Die Cancom-Aktie ist aus meiner Sicht ein solides Investment im Bereich der deutschen IT-Unternehmen.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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