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Panasonic und Teradyne: Die unterschätzten Robotik-Profiteure

Inhaltsverzeichnis

Gestern habe ich Ihnen an dieser Stelle anlässlich der Hannover Messe, die in der vergangenen Woche stattfand, vom Megatrend Robitik berichtet und Ihnen einige Anwendungsgebiete vorgestellt, in denen ich für Roboter in den nächsten Jahren großes Potenzial sehe.

Heute stelle ich Ihnen hier im Schlussgong zwei Unternehmen vor, die vom Megatrend Robotik profitieren und aktuell noch an der Börse unterschätzt werden.

Teradyne: Der Prüf- und Roboter-Experte

Das US-Unternehmen Teradyne ist hier in Europa (noch) relativ unbekannt. Dank der Teradyne-Produkte können Sie aber relativ sicher sein, dass neue technische Geräte, die Sie kaufen, auch funktionieren.

Teradyne gehört weltweit zu den größten Anbietern von technischen Test-Lösungen. So werden weltweit Chipsätze für die Automobil-, Industrie-, Kommunikations-, Computer- oder auch Spielebranche vor dem Einbau auf ihre Funktionstüchtigkeit getestet.

Da in immer mehr Lebensbereichen Computer-Chips benötigt werden, braucht die Industrie auch immer mehr Testgeräte. Große Hoffnungen setzt Teradyne auch in neue Testsysteme, die speziell für 5G-Geräte entwickelt wurden. Insgesamt decken die Testgeräte rund 90% des Umsatzes ab.

Die restlichen 10% des Umsatzes werden in der Sparte Automatisierung erzielt. Hier setzt Teradyne auf hochmoderne Roboter (Cobots). Ein Meilenstein war die Übernahme des Cobot-Pioniers Universal Robots aus Dänemark.

Mit einem Schlag wurde Teradyne so zu einem der weltweit größten Cobot-Hersteller. Die Teradyne-Tochter Universal Robots hat in den vergangenen Jahren bereits über 50.000 Cobots verkauft.

Die Teradyne-Aktie ist von Oktober 2021 bis Dezember 2021 von knapp 110 auf knapp 170 US-Dollar gestiegen. Danach folgte eine schärfere Korrektur. Aktuell notiert das Papier wieder in etwa auf dem Niveau von Oktober 2021. Damit ist die Aktie aus meiner Sicht wieder interessant bewertet.

Panasonic: Der Roboter- und Wasserstoff-Gewinner aus Japan

Wie gestern bereits geschrieben: Der Arbeitskräftemangel wird dramatisch! Exemplarisch der Notstand in der deutschen Pflegebranche. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hat ergeben, dass im Jahr 2018 auf 100 offene Stellen nur 22 Bewerber kamen. Bis 2035 wird die Zahl der offenen Stellen in der Pflege-Branche auf knapp 500.000 steigen.

In anderen Ländern ist die Ausgangslage ähnlich. Noch schlimmer ist die Situation in Japan. Keine Überraschung also, dass ein Unternehmen aus Japan an einer Lösung arbeitet. Der japanische Technologiekonzern Panasonic hat den Cobot HOSPI für das Gesundheitswesen entwickelt. HOSPI kann zum Beispiel Medikamente und Proben im Krankenhaus transportieren und so das Krankenhauspersonal bei einfachen Arbeiten entlasten.

Panasonic ist in Japan auch ein Wasserstoff-Pionier und hat vor rund 10 Jahren  als erster Anbieter Mini-Kraftwerke mit Brennstoffzelle in die Haushalte gebracht (als heimischer Anbieter wird Panasonic von der staatlichen Wasserstoff-Offensive in Japan profitieren). Auch die Panasonic-Aktie ist nach meinen Berechnungen derzeit günstig bewertet und einen Blick wert.