Schaltbau mit guten Zahlen und Pflichtwandelanleihe

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Der Verkehrstechnik-Spezialist Schaltbau hat kürzlich gute Zahlen vorgelegt und will mit einer Pflichtwandelanleihe das weitere Wachstum finanzieren. (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

Heute möchte ich Ihnen hier im Schlussgong ein spannendes Unternehmen aus dem deutschen Mittelstand vorstellen. Die Rede ist von der Schaltbau Holding AG. Die Schaltbau Holding mit Sitz in München und ihre Tochtergesellschaften entwickeln, fertigen und vertreiben elektromechanische Komponenten sowie Systeme für Bahntechnik und Industrie.

Entwickelt werden elektronische Türsysteme für Verkehrsmittel wie Züge, Straßenbahnen, U-Bahnen oder Busse. Neben Türen umfasst dies auch Tritte, Antriebe, Steuerung und Notgriffe. Darüber hinaus liefert die Gruppe weitere Produkte im Bereich Verkehrssicherheit, wozu Bahnübergangssicherungen, Weichenheizungen, Bremssysteme, Warnsignale oder auch Energie- und Beleuchtungssysteme für verschiedene Verkehrsmittel zählen.

Abgerundet wird das Produktportfolio durch die Herstellung von Kleinkomponenten, beispielsweise Schütze, Schalter und Steckverbindungen. Mit zahlreichen Tochtergesellschaften und Joint Ventures ist der Konzern auf allen wichtigen Verkehrstechnikmärkten global vertreten.

Die jüngsten Zahlen in der Übersicht

Schauen wir nun auf die jüngsten Zahlen: Schaltbau hat kürzlich angesichts der Corona-Pandemie gute Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt. Der Umsatz stieg auf vergleichbarer Basis um 2,1% auf 502,3 Mio. Euro.

Die vorherige Prognose lag bei 500 Mio. Euro und wurde somit leicht übertroffen. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) stieg auf vergleichbarer Basis von 3,7 auf 4,3%. Die Prognose sah hier einen Wert von 4,0% vor. Für das laufende Jahr wird ein Umsatz zwischen 520 und 540 Mio. Euro erwartet bei einer EBIT-Marge von rund 5%.

Die mittelfristige Strategie 2023 sieht eine Steigerung der finanziellen Performance, ein profitables Wachstum im Kerngeschäft und die Erschließung neuer, attraktiver Märkte vor allem für das Komponentengeschäft vor. Bis 2026 will Schaltbau einen Umsatz zwischen 750 und 800 Mio. Euro mit einer hohen einstelligen EBIT-Marge erreichen.

Details zur laufenden Pflichtwandelanleihe

Darüber hinaus wurde die Emission einer Pflichtwandelanleihe in Höhe von 60 Mio. Euro zur Finanzierung des weiteren Unternehmenswachstums beschlossen. Die Pflichtwandelanleihen werden von 1. bis zum 16. April angeboten.

Die Bedingungen sehen wie folgt aus: Schaltbau-Aktionäre können für 147,5365 vorhandene Schaltbau-Aktien jeweils eine Wandelanleihe zu einem Nennbetrag von 1.000 Euro mit einem Wandlungspreis von 29 Euro erwerben.

Der Kupon der Wandelanleihe liegt bei 0,5% und der Pflichtwandlungstag ist der 30. September 2022. Das Gesamtvolumen der Wandelanleihe liegt – wie schon geschrieben – bei 60 Mio. Euro. Aufgrund der genannten Bedingungen ist die Wandelanleihe für die meisten Privatanleger nicht relevant.

Die Schaltbau-Aktie ist aus meiner Sicht aber durchaus interessant. Vor einigen Jahren notierte das Papier bereits bei über 50 Euro. Bis dahin ist es ein weiter Weg. Wenn die alten Hochs jedoch mittelfristig erreicht werden, würde dies verglichen mit heute ein Plus im hohen zweistelligen Prozentbereich bedeuten.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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