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ServiceNow-Aktie weiterhin mit Bewertungsaufschlag

ServiceNow-Aktie weiterhin mit Bewertungsaufschlag
Blackboard / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Wachstumswerte kamen dieses Jahr unter die Räder. Manche hat es weniger stark erwischt als andere. Diesen Aktien billigen die Anleger weiterhin einen Bewertungsaufschlag zu. Dies gilt auch für ServiceNow.

Kurzportrait

Der US-Cloud-Konzern bietet seinen (Unternehmens-)Kunden eine Internet-basierte einheitliche Plattform zur Steuerung, Überwachung und Optimierung ihrer IT-Infrastruktur an. Damit sind Unternehmen in der Lage, einen Großteil ihrer Routinetätigkeiten in diesem Bereich zu automatisieren und so effizienter zu arbeiten. In diesem Bereich schafft es das Unternehmen sogar, gegen deutlich größere Konkurrenten wie IBM, HP und SAP Marktanteile zu gewinnen. Seit Jahren wächst der Konzern mit Wachstumsraten um die 30% jährlich.

Quartalszahlen besser als erwartet

ServiceNow gelingt es seit Jahren die Analystenprognosen mit seinen Quartalsergebnissen zu übertreffen. So auch dieses Mal: Der Cloud-Spezialist steigerte seinen Umsatz im zweiten Quartal um +25% auf 1,75 Mrd. US-Dollar, Analysten hatten mit 60 Mio. US-Dollar weniger gerechnet. Auch der Gewinn von 1,62 US-Dollar pro Aktie schlug die Erwartungen um 6 Cent.

Sehr erfreulich fällt die Entwicklung bei den Großkunden aus. Inzwischen verfügt ServiceNow über 100 Kunden mit einem jährlichen Vertragswert von jeweils über 10 Mio. US-Dollar pro Jahr – ein Wachstum von mehr als 50% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Kunden mit einem jährlichen Vertragsvolumen von mehr als 1 Mio. US-Dollar ist um 22% auf knapp 1.500 angestiegen.

Starker Dollar belastet Prognose für das Gesamtjahr

Aber der Quartalsbericht hatte auch einen Wermutstropfen parat: ServiceNow rechnet damit, dass der starke US-Dollar dem Unternehmen 2022 rund 220 Mio. US-Dollar an Einnahmen kosten wird. Aus diesem Grund hat das Management seine Wachstumsprognose für das Gesamtjahr von +26% auf +24% gesenkt.

Langfrist-Prognose bleibt bestehen

An seinen Langfrist-Prognosen hält der vom ehemaligen SAP-Chef Bill McDermott geleitete Konzern fest. Finanz-Vorstand Gina Mastantuono zeigte sich zuversichtlich, die Abo-Einnahmen bis zum Jahr 2026 auf 16 Mrd. US-Dollar zu steigern. Dies entspricht einer Verdreifachung des Umsatzes im Vergleich zu 2021.

Großer Gewinner des Digitalisierungsschubs

Ein Ende des durch die Corona-Pandemie ausgelösten Digitalisierungsschubs ist für ServiceNow nicht in Sicht. Zahlreiche Unternehmen befinden sich mitten in einem riesigen digitalen Transformationsprozess. Trends wie Cloud und Home-Office gewinnen enorm an Bedeutung. Davon profitiert ServiceNow. Der Konzern unterstützt seine Unternehmenskunden bei der Automatisierung von Geschäftsprozessen, vor allem bei Routinetätigkeiten.

Aktie alles andere als ein Schnäppchen

Trotz der Kursverluste seit Jahresbeginn ist die Aktie mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 65 nach wie vor alles andere als ein Schnäppchen (und wird es auch höchstwahrscheinlich niemals sein). Aber in Anbetracht der starken Wachstumsperspektiven halte ich den Bewertungsaufschlag für berechtigt. Natürlich ist der Wert nur etwas für risikobereite Anleger.