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Teamviewer-Aktie beendet Talfahrt

Teamviewer-Aktie beendet Talfahrt
II.studio / shutterstock.com
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Kaum ist das Jahr 2021 beendet, vermelden die ersten Mittelständler bereits ihre Zahlen für das 4. Quartal. So auch der in Göppingen ansässige Software-Spezialist Teamviewer. Das schwäbische Unternehmen teilte gestern mit, dass es das Jahr 2021 mit einem starken vierten Quartal abgeschlossen hat. Die Teamviewer-Aktie legte daraufhin deutlich zu.

Doch bevor ich näher auf die jetzt veröffentlichen Zahlen des schwäbischen Software-Spezialisten eingehe, möchte ich Ihnen das Unternehmen kurz vorstellen.

Teamviewer im Unternehmensporträt

Teamviewer ist laut eigenen Angaben ein führender Anbieter einer Konnektivitätsplattform. Allgemein verständlicher formuliert, bietet das Göppinger Unternehmen eine Fernwartungs-Software an, mit deren Hilfe auf Geräte aller Art zugegriffen werden kann.

Diese Software ermöglicht es z.B. der IT-Abteilung eines Unternehmens, auf Laptops von Mitarbeitern im Homeoffice zuzugreifen, um dort Probleme zu beheben. Ähnliches gilt auch für Industriemaschinen und Roboter, die mittels der von Teamviewer entwickelten Software ferngesteuert und auch -gewartet werden können.

Die Teamviewer-Software erspart Unternehmen somit viel Zeit und Geld, weil IT-Probleme von einer dezentralen Einheit ohne jeglichen Reiseaufwand behoben werden können. Insbesondere in Zeiten steigender Homeoffice-Tätigkeiten macht sich das für viele Unternehmen bezahlt.

Das im Jahr 2005 gegründete Unternehmen hat seine Teamviewer-Fernwartungssoftware bisher weltweit auf mehr als 2,5 Mrd. Geräten installiert. Diese hohe Nutzerzahl kommt auch dadurch zustande, weil die Fernwartungssoftware für Privatnutzer kostenlos erhältlich ist. Im September 2019 ging Teamviewer an die Börse. Das Unternehmen ist mittlerweile im MDax und TecDax an der Frankfurter Börse notiert.

Teamviewer mit gutem Jahresendspurt

Die Teamviewer-Software wurde im 4. Quartal 2021 insbesondere im Großkunden- sowie im KMU-Geschäft (Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Unternehmen) sehr stark nachgefragt. Dies führte zu einer Steigerung der Gesamt-Billings (fakturierten Umsätze) um 20%.

Zum Jahresende 2021 belief sich die Gesamtzahl der Abonnenten auf 627.000 (Jahresende 2020: 584.000). Damit konnte Teamviewer die Zahl der Abonnenten im vergangenen Jahr um mehr als 7% steigern und das selbst gesetzte Ziel von 30.000 bis 50.000 zusätzlichen Abonnenten erreichen.

Prognose für 2021 wird ebenfalls erreicht

Für das Gesamtjahr 2021 werden fakturierte Umsätze (Billings) in Höhe von rund 548 Mio. Euro erwartet. Dies entspricht einem Wachstum von 19% (20% währungsbereinigt) gegenüber dem Vorjahr.

Damit liegt der schwäbische Software-Spezialist in der jüngsten für 2021 gemachten Prognose von 535 bis 555 Mio. Euro. Dazu müssen Sie jedoch wissen: Die Prognose für 2021 wurde im Verlauf des vergangenen Jahres deutlich gesenkt.

Der bereinigte Jahreserlös vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) wird voraussichtlich zwischen 254 und 257 Mio. Euro liegen. Dies entspricht einer bereinigten EBITDA-Marge von rund 47%.

Nach Bekanntgabe der Zahlen konnte die Teamviewer-Aktie gestern zweistellig zulegen. Dennoch notiert die Aktie noch meilenweit unter den Hochs von Februar des vergangenen Jahres, als sie bei rund 50 Euro stand (heutiger Kurs: gut 13 Euro). Mir wäre ein Einstieg bei Teamviewer aktuell noch zu riskant. Das verspielte Vertrauen gegenüber dem Kapitalmarkt ist bislang nur zu einem geringen Teil wieder hergestellt worden.