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Zscaler-Aktie nach Zahlen auf Achterbahnfahrt

Inhaltsverzeichnis

Das Geschäft mit IT-Sicherheit boomt und erfreut sich auch bei Anlegern hoher Beliebtheit. Vor allem wenn die Geschäfte in der Cloud stattfinden, werden die Anleger hellhörig. Mit seinem Geschäftsmodell, Sicherheitsdienstleistungen als Software as a Service(SaaS) anzubieten, trifft Zscaler den Nerv der Zeit. Die Geschäfte brummen. Seit 2015 haben sich die Umsätze mehr als verelffacht. Dabei hält die hohe Wachstumsdynamik an, wie die gerade veröffentlichten Zahlen zeigen.

Die Anleger reagierten zunächst euphorisch auf die Zahlen und trieben die Aktie auf ein neues Rekordhoch bevor die Aktie ins Minus drehte. Die Langfristperformance kann sich dennoch sehen lassen: Seit dem Jahreswechsel liegen die Papiere 65% im Plus. Seit dem Börsengang der Aktie im Jahr 2018 zu 16 Dollar hat die Aktie mehr als 1.900% zugelegt.  Inzwischen liegt der Börsenwert bei über 45 Milliarden Dollar.

Zscaler – Sicherheit in der Cloud

Zscaler spezialisiert sich auf die Einrichtung von Netzwerken und Anwendungen zum mobilen Zugriff über Cloud-Speicher. Zu den wichtigsten Dienstleistungen zählen Zscaler Internet Access und Zscaler Private Access, über die schnelle und sichere Verbindungen zwischen den Nutzern und den Anwendungen möglich sind, unabhängig von Gerät, Standort oder Netzwerk.

Was bedeutet das konkret: Zscaler leitet dabei den Internetverkehr seiner Kunden von festen Standorten wie zum Beispiel lokalen Niederlassungen oder Fabriken durch die Zscaler-Präsenzpunkte, bevor der Datenfluss ins öffentliche Internet gelangt. Durch diese Zwischenschaltung als Cloud-basierter Proxy und Firewall wird sichergestellt, dass der Datenverkehr frei von Viren, Malware, sowie sonstiger Schadsoftware ist.

Umsatz klettert um 62% in die Höhe…

Im gerade abgelaufenen Quartal blieb Zscaler auf Wachstumskurs: Insgesamt gingen Umsätze von 230,5 Millionen Dollar durch die Bücher. Das war ein Plus von 61,7% zum vergleichbaren Vorjahresquartal und lag nochmals 18,24 Millionen Dollar über den Erwartungen der Analysten. Im Vergleich zum Vorquartal (Umsatz +57%) konnte die Wachstumsdynamik sogar noch gesteigert werden.

Zscaler-Firmenboss Jay Chaudhry führte die hohe Nachfrage auf die zunehmenden Cyber- und Ransomware-Risiken zurück. Zumal sich die digitalen Transformation beschleunigt, mit der alte Netzwerksicherheit zugunsten einer Zero Trust-Architektur ersetzt wird. „Dieser Architekturwechsel führt zu einer starken Nachfrage nach unserer Zero Trust Exchange-Plattform“, so Chaudhry nach den Zahlen.

…Verlust weitet sich aus

Unter dem Strich operiert Zscaler aber weiter in der Verlustzone. Am Ende stand ein Verlust von 90,8 Millionen Dollar nach 55,0 Millionen Dollar im Vorjahresquartal in den Büchern. Je Aktie entspricht dies einem Verlust von 65 Cent, was 15 Cent schwächer war als von Analysten im Vorfeld erwartet wurde.

Milliardenmarke im Visier

Im Gesamtjahr (Anm.: Das Geschäftsjahr endet bei Zscaler am 31.07.) will Firmenboss Chaudhry erstmals die Milliardenmarke beim Umsatz knacken (1 bis 1,01 Milliarden Dollar). Das wäre ein Umsatzplus von 48%.

Bei den Billings, das sind die im Berichtszeitraum abgeschlossenen und in Rechnung gestellten Verträge, rechnet der Konzern sogar mit 1,3 Milliarden Dollar.

Analysten sind geteilter Meinung

Was bedeutet das für die Aktie? Nach der starken Kursentwicklung hat der Börsenwert die 45 Milliarden Dollar-Marke gestern geknackt. Die Analysten sind nun geteilter Meinung: Von 28 Analysten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten 18 zum Kauf der Papiere. Neun Experten stufen die Aktie als Halteposition ein, während ein Banker ein Verkaufsvotum ausspricht.

Die Spanne der taxierten Kursziele reicht von 266 bis 439 Dollar, wobei das durchschnittliche Kursziel mit 366 Dollar rund 10% über dem derzeitigen Kursniveau liegt.