Sixt mit Hammer-Nachrichten

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Der deutsche Autovermieter Sixt hat seine Prognosen für das laufende Jahr angehoben und war gestern ein Lichtblick in einem sehr schwachen Marktumfeld. (Foto: Ekaterina Lin / Shutterstock.com)

In einem gestern blutroten Marktumfeld sorgte der Mobilitäts-Dienstleister Sixt für einen raren Lichtblick. Das Unternehmen aus Pullach bei München hob am gestrigen Montag seine Gewinnprognose für das laufende Jahr deutlich an.

Dank eines sehr starken Feriengeschäfts in den USA und in Europa (was aus meiner Sicht nicht überraschend kam) hat Sixt nun die Jahresziele also anheben müssen. Der operative Konzernumsatz dürfte im laufenden Jahr einen Wert zwischen 2,0 und 2,2 Mrd. Euro erreichen, teilte das Unternehmen gestern mit.

Zuvor war mit Erlösen in einer Größenordnung zwischen 1,95 und 2,1 Mrd. Euro gerechnet worden. Auch die Gewinnprognose wurde deutlich angehoben. Sixt erwartet nun einen Vorsteuergewinn zwischen 300 und 330 Mio. Euro nach zuvor lediglich 190 bis 220 Mio. Euro. Analysten hatten bisher mit einem Vorsteuergewinn von 217 Mio. Euro gerechnet.

Roboter-Taxis ab 2022

Doch es gab noch weitere sehr spannende Neuigkeiten von Sixt in den vergangenen Tagen: Das Technologie-Unternehmen Mobileye (eine Tochter des US-amerikanischen Chip-Riesen Intel) wird ab 2022 zusammen mit dem Mobilitäts-Dienstleister Sixt erste Roboter-Taxis auf Münchens Straßen und auf die Straßen der israelischen Stadt Tel Aviv schicken.

Das teilten beide Unternehmen im Rahmen der IAA mit. Möglich wird dieser Schritt hierzulande auch durch ein neues Gesetz, das Deutschland zum ersten Land macht, in dem Autos ohne Fahrer in den Regelbetrieb gehen dürfen.

Technisch ist das möglich durch Kameras und Sensoren, die auf dem Dach der Fahrzeuge angebracht sind und die für eine Rundumsicht sorgen. Selbstreinigungssysteme sorgen dafür, dass die Kameras und Sensoren bei jedem Wetter frei bleiben.

Zunächst mit „Sicherheitsfahrern“

Zunächst soll der Taxibetrieb aber mit einem „Sicherheitsfahrer“ beginnen. Perspektivisch soll dadurch auch eine Vielzahl von Unfällen verhindert werden. Denn: „94% der Unfälle werden durch menschliche Fehler verursacht“, so Mobileye-Manager Johann Jungwirth.

Neben dem Roboter-Taxi hat der Autovermieter Sixt noch weitere spannende Projekte in der Pipeline und hat auch schon viele Neuerungen in der jüngeren Vergangenheit umgesetzt. Zu den Innovationen von Sixt zählt auch die neue App, die verschiedene Angebote des Mobilitäts-Spezialisten kombiniert.

Sixt-Aktie(n) im Fokus

Blicken wir zum Schluss auf die Sixt-Aktie(n), über die ich seit Ausbruch der Corona-Pandemie häufig berichtet hatte. Aktien übrigens deshalb, weil Sixt mit zwei Aktiengattungen an der Börse vertreten ist. Zum einen mit der im SDax gelisteten Stammaktie und zum anderen mit der deutlich günstigeren – aber in keinem Index gelisteten – Vorzugsaktie.

Aktuell notieren sowohl die Vorzugsaktie von Sixt als auch die Stammaktie schon wieder deutlich oberhalb der Notierungen von vor Ausbruch der Corona-Pandemie. Angesichts der aus meiner Sicht hervorragenden mittel- bis langfristigen Perspektiven des Unternehmens bin ich aber überzeugt, dass die Aktien weiter steigen werden.

Rücksetzer laden daher aus meiner Sicht zum Kauf ein. Spannender ist für mich die deutlich günstiger bewertete Sixt-Vorzugsaktie, die sich auch schon längere Zeit in meinem Börsendienst „Der Depot-Optimierer“ befindet und die meinen Lesern bis hierhin bereits einen satten Gewinn von über 600% brachte.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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