All for One Group mit guten Zahlen für 2020/2021

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Der deutsche IT-Spezialist All for One Group hat gute Zahlen für 2020/2021 vorgelegt und will die Dividende anheben. Auch der Ausblick überzeugt. (Foto: Freedomz / shutterstock.com)

Am vergangenen Freitag hat der deutsche IT-Dienstleister All for One Group finale Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2020/2021 (bis Ende September) vorgelegt. Die All for One Group ist ein branchenfokussierter SAP-Komplettdienstleister für den Mittelstand. Das Unternehmen betreut Kunden aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilzulieferindustrie, der Konsumgüterindustrie, dem technischen Großhandel und dem projektorientierten Dienstleistungsumfeld. Das Portfolio der All for One Group umfasst Komplettlösungen und Leistungen entlang der gesamten IT-Wertschöpfungskette.

Die Angebote reichen von klassischen SAP-Branchenlösungen bis hin zum Outsourcing (das Auslagern von bisher selbst erbrachten Leistungen an externe Auftragnehmer und Dienstleister) und Application Management (darunter versteht man eine Kombination aus der Entwicklung und Betreuung von Anwendungssoftware über deren gesamten Lebenszyklus).

Gute Ergebnisse für 2020/2021

Blicken wir jetzt auf die Zahlen: Der Umsatz wurde im Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis 30. September 2021 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5% auf 372,9 Mio. Euro gesteigert. Dabei konnte in den Geschäftsbereichen Cloud Services und Support ein Umsatz von 85,7 Mio. Euro erzielt werden; ein sattes Plus von 11% im Vergleich zum Vorjahr.

Im Bereich der Software-Lizenzen wurde ein Umsatz von 22,9 Mio. Euro erwirtschaftet. Ein erwartetes Minus von 10% im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch konnten aufgrund des erweiterten Beratungsangebots die Umsätze im Bereich Consulting und Services um 6% auf 152,7 Mio. Euro zulegen.

Positiv ist auch, dass der Anteil wiederkehrender Erlöse auf 53% gestiegen ist (Vorjahr: 52%). Das operative Ergebnis (EBIT) kletterte um 7% auf 20,6 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) legte um 2% auf 42,1 Mio. Euro zu. Die operative Gewinnmarge (EBIT-Marge) erreichte 5,5%.

Belohnung für die Aktionäre: Die Dividende soll im kommenden Jahr von 1,20 Euro auf 1,45 Euro je Aktie angehoben werden. Das bedeutet auf Basis des aktuellen Aktienkurses eine Dividendenrendite von knapp 2%.

Positiver Ausblick für 2021/2022

Auch bei den Prognosen für das am 1. Oktober gestartete Geschäftsjahr 2021/2022 ist das All for One-Management optimistisch. Dies liegt sowohl an den guten Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres als auch an der weiterhin erwarteten hohen Nachfrage.

Hinzu kommen noch die Einnahmen aus zwei Zukäufen. Dabei handelt es sich um die SNP Poland, Marktführer für SAP-Dienstleistungen in Polen und den Schweizer SAP-Business- und IT-Consulting-Spezialisten ASC-Gruppe.

Insgesamt rechnet All for One für das Geschäftsjahr 2021/2022 mit einem Umsatz zwischen 430 und 450 Mio. Euro und einem operativen Ergebnis (EBIT) in einer Spanne zwischen 24 und 26 Mio. Euro. Werden diese Ziele erreicht, sollte die All for One-Aktie auf Sicht von 12 Monaten weiteres Potenzial nach oben haben.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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