Diese deutsche Aktie ist Chip-Profiteur

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Jenoptik ist technologisch führend und mit vielen Branchen assoziiert. Wir haben den Wert für Sie unter die Lupe genommen. (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

Hochspezialisierte Industrieunternehmen haben oft Alleinstellungsmerkmale und sind dadurch sehr konkurrenzfähig. Wer etwas herstellt, das so kaum ein anderer bietet, hat auch Preissetzungsmacht. Doch wie es wirklich um ein Unternehmen steht, sehen Anleger erst nach einem Studium von Bilanz und Geschäftsbericht. Wir nehmen Ihnen diese Arbeit ab und haben bei Jenoptik ganz genau hingeschaut. Lesen Sie unsere detaillierte Analyse, zuvor gibt’s ab er eine Kurzvorstellung von Jenoptik. Jenoptik ist ein global agierender Photonik-Konzern.

Zu den Kunden gehören in erster Linie Unternehmen der Halbleiterausrüstungsindustrie, der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Medizintechnik, der Sicherheits- und Wehrtechnik sowie der Luftfahrtindustrie.  Jenoptik musste 2020 Rückgänge bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Der Umsatz fiel um 10,3% auf 767 Mio € und der Gewinn um 36,9% auf 43 Mio €. Auch die Eigenkapitalquote fiel um 9 Prozentpunkte auf 51,5%. Hauptgrund für die finanzielle Situation ist die Corona-Krise. Besonders Kunden in den Bereichen Biophotonik und Luftfahrt waren zögerlich mit neuen Aufträgen. Größter Wachstumstreiber ist und bleibt die Sparte Light & Optics. Jedoch fiel selbst diese im vergangenen Jahr um 4,2% auf 318 Mio €.

Chips bleiben sehr gefragt

Prinzipiell ist Jenoptik ein Gewinner der aktuell unersättlichen Nachfrage an Chips, und auch künftig sollten Trends wie Elektromobilität und Automation diese Nachfrage und somit Jenoptiks Geschäfte sichern. Mit TRIOPTICS wurde 2020 eine Übernahme gestemmt, die die Strategie weiter auf Photonik ausrichtet. Auch in den Bereichen künstliche Intelligenz und Augmented Reality sieht Jenoptik starke Zukunftsmöglichkeiten.

Die Dividende soll wieder auf 0,25 € je Aktie angehoben werden. Da der Fokus weiterhin auf Wachstum liegt, sollen auch künftig die Ausgaben für Forschung und Entwicklung steigen. 2022 sollen 10% des Umsatzes in die Forschung gehen. Die Auftragseingänge versprechen eine Erholung. Das 4. Quartal verzeichnete Aufträge in Höhe von 228,5 Mio €. Langfristig muss Jenoptik durch starke Margen und stabile Auftragseingänge die Profitabilität steigern. Die finanzielle Situation ist mit einer Eigenkapitalquote von 51,5% und liquiden Mitteln in Höhe von 63 Mio € stabil.

Kaufen Sie bei Schwäche!

Jenoptik profitiert vor allem von der robusten Nachfrage nach Chips und ist damit eng mit Zukunftstrends assoziiert. Für Dividendenjäger ist der Wert aber nicht so aussichtsreich – eine Dividendenrendite von 1% lockt keine Anleger hinter dem Ofen hervor. Die Aktie dürfte sich aktuell in etwa im Gleichschritt mit dem Markt entwickeln. Wer die Themen spannend findet, kann den Wert näher beobachten und bei Schwäche zugreifen.

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Volker Gelfarth
Von: Volker Gelfarth. Über den Autor

Der Diplom-Ingenieur lernte die Schwächen und Stärken eines Unternehmens selbst als Manager kennen, bevor er sich voll und ganz der Value-Analyse widmete. Er ist Chefredakteur für die Dienste Aktien-Analyse, Gelfarths Dividenden-Letter, Gelfarths Premium-Depot und High Performance Depot.

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