Mensch und Maschine mit Rekordzahlen

Mensch und Maschine mit Rekordzahlen
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In diesen Tagen legen die ersten Unternehmen ihr jüngstes Zahlenwerk vor. So auch Mensch und Maschine, ein mittelständischer Spezialist für CAD- und CAM-Software. Das Unternehmen präsentierte sehr gute Zahlen und blickt auf das stärkste 1. Halbjahr seiner Geschichte zurück

Bevor ich gleich im Detail auf die Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen zunächst kurz das Unternehmen Mensch und Maschine (MuM) und sein Geschäftsmodell vorstellen. Der Anbieter sogenannter CAD-Lösungen wurde 1984 von dem damals erst 30-jährigen Diplom-Informatiker Adi Drotleff gegründet.

Zur Erläuterung: CAD steht für „Computer-Aided Design“. CAM steht für „Computer-Aided Manufactoring“. Dahinter steckt das sogenannte rechnergestützte Konstruieren. Es bezeichnet die Unterstützung von konstruktiven Aufgaben mittels EDV zur Herstellung eines Produkts (beispielsweise Auto, Flugzeug, Bauwerk, Kleidung).

Mit der speziellen Konstruktions-Software von MuM arbeiten Architekten und Anlagenbauer, aber auch Entwickler aus dem Bereich Industrie-Design.

Bestes 1. Halbjahr der Firmengeschichte

MuM konnte seine Rekordjagd auch im 2. Quartal unvermindert fortsetzen und legte zugleich das stärkste 1. Halbjahr der Firmengeschichte hin. Wachstumstreiber waren dabei die sehr robust laufende eigene Software sowie im Systemhaus das Bestandsgeschäft, das die nach wie vor schwachen Zuwächse im Neugeschäft überkompensieren konnte.

Im 1. Halbjahr konnte der Umsatz um 15% auf 156,59 Mio. Euro gesteigert werden. Der operative Gewinn stieg überproportional zum Umsatz um 23% auf 22,7 Mio. Euro. Der Nettogewinn stieg sogar um 28% auf 14,34 Mio. Euro bzw. 0,85 Euro je Aktie. Der operative Cashflow ist nach der kleinen Delle im 1. Quartal wieder auf Rekordkurs und erreichte einen Wert von 24,51 Mio. Euro bzw. 1,46 Euro je Aktie.

Nach dem soliden ersten Halbjahr erwartet MuM-Finanz-Chef Markus Pech „für das Gesamtjahr 2022 weiterhin einen Nettogewinn von 144 bis 150 Cent je Aktie (+14 bis +19%) sowie eine Dividende von 135 bis 140 Cent nach 120 Cent im Vorjahr. Aus heutiger Sicht scheinen sogar Ergebnisse am oberen Rand der Bandbreite erreichbar“, so Pech weiter.

Gewinn- und Dividendenprognose für 2023 angehoben

Schon zu Beginn des Jahres – im Rahmen der Vorlage der Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr – hat MuM-Gründer Adi Drotleff die Prognosen für 2023 angehoben: Der Zielkorridor für das laufende Jahr von +0,18 bis +0,24 Euro Steigerung je Aktie beim Nettogewinn steigt für das kommende Jahr auf +0,20 bis +0,30 Euro.

Das Dividendenplus von 0,15 bis 0,20 Euro für 2022 soll 2023 auf +0,15 bis +0,25 Euro gesteigert werden. Das sind aus meiner Sicht gleich mehrere gute Gründe für steigende Kurse der MuM-Aktie.

Mensch und Maschine gehört auch langfristig zu den Digitalisierungs-Gewinnern auf dem deutschen Kurszettel. Ich werde das mittelständische Software-Unternehmen für Sie hier im Schlussgong weiter beobachten.