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Mensch und Maschine präsentiert Rekordzahlen

Inhaltsverzeichnis

Heute sorgte eine neue Corona-Variante für schlechte Stimmung an der Börse. Kurzfristig ist das ein Belastungsfaktor, aber viele Unternehmen haben sich bereits auf die vierte Welle eingestellt. Daher ist die Situation nicht vergleichbar mit dem Start der Pandemie.

Nutzen Sie daher schwache Tage an der Börse, um sich auf zukünftige Trends einzustellen. In den vergangenen Tagen habe ich Ihnen im Rahmen meiner Berichterstattung zum Deutschen Eigenkapitalforum (EKF) bereits den Verkehrswende-Profiteur IVU und die Beteiligungsgesellschaft MBB, die gleich mehrere Wachstumsmärkte abdeckt (E-Mobilität, Infrastruktur, IT-Sicherheit), vorgestellt.

MuM: Kleine Software-Perle aus Deutschland

Ein weiteres Unternehmen, das sich im Rahmen des EKF positiv präsentiert hat, ist der deutsche Software-Spezialist Mensch und Maschine (MuM), der kürzlich zudem gute Zahlen vorgelegt hat.

Mehr dazu gleich. Zunächst aber blicken wir kurz auf das Geschäftsmodell von MuM. Das Unternehmen Mensch und Maschine (MuM) aus Wessling bei München ist ein Anbieter sogenannter CAD-Lösungen und wurde 1984 von dem damals erst 30-jährigen Diplom-Informatiker Adi Drotleff gegründet.

Der charismatische Firmenlenker sitzt auch heute noch auf dem Chefsessel und hält nach wie vor fast 45% der Anteile. Mit der speziellen Konstruktions-Software von MuM arbeiten Architekten und Anlagenbauer, aber auch Entwickler aus dem Bereich Industrie-Design. Immer, wenn am Computer etwas konstruiert werden muss, kommen solche CAD-Lösungen, wie MuM sie anbietet, ins Spiel.

Starke Zahlen und neue Rekorde

Schauen wir nun auf die sehr erfreulichen Zahlen: MuM konnte sowohl im 3. Quartal als auch im 9-Monats-Zeitraum neue Rekorde verzeichnen. Sogar im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 legte der 9-Monats-Umsatz um 11% und das operative Ergebnis (EBIT) weit überproportional um 32% zu.

Der 9-Monats-Umsatz kletterte auf 193,99 Mio. Euro (+7,4% gegenüber 2020). Davon stammen 60,86 Mio. Euro (+11%) aus dem Software-Geschäft und 133,13 Mio. Euro (+5,9%) aus dem Systemhaus-Geschäft.

Das operative Ergebnis EBIT erhöhte sich nach den ersten 9 Monaten dieses Jahres auf 24,09 Mio. Euro (+11%) und markierte damit einen neuen Rekordwert. Die Software trug 15,14 Mio. Euro (+10,8%) dazu bei und das Systemhaus-Geschäft 8,96 Mio. Euro (+10,5%).

Von der +32% EBIT-Steigerung im Vergleich zu 2019 kamen +24% aus der Software- und +49% aus dem Systemhaus-Segment. Der Nettogewinn stieg um 13% auf 14,39 Mio. Euro bzw. 0,85 Euro je Aktie und erreichte damit ebenfalls ein neues Rekordniveau.

Im Vergleich zu 2019 legte der Nettogewinn um +30% zu. Der operative Cashflow (Kassenzufluss aus dem operativen Geschäft) hat seinen Höhenflug ebenfalls fortgesetzt und erreichte 30,11 Mio. Euro bzw. 1,78 Euro je Aktie.

MuM-Chef Adi Drotleff bleibt optimistisch

Adi Drotleff, Gründer, Großaktionär und Chef von MuM, bleibt weiterhin optimistisch und erwartet nach dem erfreulichen 9-Monats-Geschäftsverlauf auch ein starkes Schlussquartal sowie neue Umsatz- und Ertrags-Rekorde für das Gesamtjahr 2021. Zudem hat er die Prognose für das laufende Jahr bestätigt.

Demnach wird weiterhin ein Umsatzwachstum von 6 bis 10% auf 259 bis 268 Mio. Euro und ein überproportionales Wachstum beim Nettogewinn um 12 bis 21% auf 1,25 bis 1,35 Euro je Aktie erwartet. Darüber hinaus soll die Dividende bei 1,15 bis 1,20 Euro je Aktie liegen.

Aktuell ist mir die Aktie (noch) etwas zu teuer – wenngleich MuM ein hervorragendes Unternehmen ist. Sollte sich die Korrektur am Aktienmarkt jedoch verschärfen und auch die MuM-Aktie stärker unter Verkaufsdruck geraten, könnte das ein interessantes Winter-Schnäppchen werden.