Palo Alto sorgt für Sicherheit

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Cyber-Security wird ein wichtiger Trend der kommenden Jahre werden. Davon dürfte Palo Alto Networks profitieren. (Foto: spainter_vfx/Shutterstock)

Mit der zunehmenden Digitalisierung gewinnt das Thema Datensicherheit an Bedeutung. Dies zeigen nicht zuletzt die Hackerangriffe auf Unternehmen mit zum Teil erfolgreichen Erpressungsversuchen. Heute möchte ich Ihnen einen der wichtigsten Player der Branche vorstellen.

Kurzportrait

Das US-Unternehmen Palo Alto Networks zählt zu den Marktführern im Bereich Cyber-Security, also den Schutz von Daten und IT-Infrastruktur gegen Hackerangriffe etc. Die ausgefeilte Software von Palo Alto ermöglicht es Unternehmen, ihren gesamten Datenverkehr zu überwachen und Risiken wie Hackerangriffe, Industriespionage und Datenmissbrauch zu minimieren.

Im Idealfall sorgt die Software dafür, dass Hacker überhaupt nicht ins System gelangen. Aber für den Fall der Fälle lassen sich alle Arten von Angriffen in Echtzeit identifizieren und es werden automatisch entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

Beunruhigender Trend: Hackerangriffe mit Lösegelderpressungen nehmen zu

In letzter Zeit geht es bei den Hackerangriffen vermehrt um Geld. Die Hacker verschlüsseln beispielsweise Daten oder legen die Produktion lahm und verlangen ein „Lösegeld“. Nur in wenigen Fällen erfährt die Öffentlichkeit überhaupt von solchen Angriffen. Gerade bei den zunehmend digitalisierten Produktionsprozessen kann hier enormer Schaden verursacht werden. Denn es werden teils hochsensible Daten zwischen Maschinen und Unternehmen ausgetauscht und es existieren zahlreiche Schnittstellen und Zugangspunkte für einen solchen Angriff.

Prominente Beispiele, bei denen die Erpressung öffentlich gemacht wurde, sind der weltgrößte Fleischkonzern JBS, dessen Produktion von den Hackern lahmgelegt wurde und der US-Versorger Colonial Pipeline. Bei Letzterem wurde die größte Benzin-Pipeline der USA, durch die knapp die Hälfte aller an der US-Ostküste verbrauchten Kraftstoffe laufen, zeitweise komplett eingestellt. Das verdeutlicht, welchen immensen Schaden Hackerangriffe anrichten können – nicht nur bei einzelnen Unternehmen, sondern auch für das Wirtschaftssystem.

Überzeugende Quartalszahlen

Die jüngsten Quartalszahlen sorgten für einen Freudensprung bei der Aktie: Im abgelaufenen 4. Quartal des Geschäftsjahres 2020/2021 (bis Ende Juli) lagen sowohl der Umsatz von 1,22 Mrd. US-Dollar als auch der Gewinn pro Aktie mit 1,60 US-Dollar über den durchschnittlichen Analystenprognosen von 1,17 Mrd. US-Dollar Umsatz und 1,43 US-Dollar Gewinn je Aktie.

Das beeindruckende daran: Dem Unternehmen gelang es, sein Wachstumstempo weiter zu steigern. Im jüngsten Quartal konnte das Umsatzwachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal um satte zehn Prozentpunkte erhöht werden.

Aktie kein Schnäppchen, aber nicht ganz so teuer wie die Konkurrenz

Viele Cyber-Security-Aktien weisen inzwischen sehr ambitionierte Bewertungen auf. Auch Palo Alto ist kein Schnäppchen mehr, aber im Vergleich zur Konkurrenz sehe ich noch einigen Nachholbedarf.

Wenn Sie in Zeiten zunehmender Vernetzung auf den Trend Cyber-Security setzen möchten, ist die Palo Alto-Aktie auf jeden Fall einen genaueren Blick wert.


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Sascha Mohaupt
Von: Sascha Mohaupt. Über den Autor

Chefanalyst Sascha Mohaupt ist der Experte für Innovationen und High-Tech. In dem wohl am schwierigsten zu durchschauenden Markt für Zukunftstechnologien gibt er konkrete Kaufempfehlungen. Als Chefredakteur des Innovation Investor teilt er exklusiv seine neuesten Empfehlungen und seine Leser investieren damit schon heute in die Welt von morgen.

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