Qualtrics will die Milliarde knacken

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Die SAP-Tochter Qualtics mit ersten Quartalszahlen seit dem Börsengang: Die Jahresprognose scheint die Anleger nur bedingt zu überzeugen. (Foto: josefkubes / shutterstock.com)

Im Januar wagte die SAP-Tochter Qualtrics den Sprung aufs Parkett und wurde von den Anlegern ordentlich gefeiert. Den Emissionspreis von 30 Dollar ließ das US-Softwareunternehmen schnell hinter sich. In der Spitze knackten die Qualtrics-Papiere sogar die 55 Dollar-Marke. Seither ist die Euphorie mit der Korrektur im Technologiesektor deutlich zurückgegangen. Seit Anfang Februar verlor die Aktie in der Spitze 40%. Auch wenn in den zurückliegenden Tagen eine leichte Erholung zu verzeichnen war, liegt die Aktie weiterhin mit 37 Dollar deutlich unter ihren Höchstständen.

Vom Fragebogen-Anbieter für Wissenschaftler…

Qualtrics wurde schon 2002 gegründet und ist inzwischen eines der führenden Unternehmen im Bereich des sogenannten Erfahrungsmanagement. Mit der Software von Qualtrics können Unternehmen besser verstehen, wie zufrieden ihre Kunden, Angestellte und Partner mit dem Unternehmen sind.

Dabei hat Qualtrics als Fragebogen-Anbieter für Wissenschaftler begonnen. Erst seit 2008 bietet das Unternehmen seine Dienste auch privaten Unternehmen an. Zunächst ging es dabei um vor allem darum, Kunden und Angestellte direkt zu befragen.

….zu einem der führenden Datensammler

Erst mit der Zeit hat das Unternehmen weitere Funktionen hinzugefügt: So wirbt Qualtrics beispielsweise damit, dass es Kundenkommunikation via E-Mail, SMS, online und in Apps ermöglicht. Vor allem aber sammelt die Software permanent Daten. Jeder Kundenkontakt wird registriert und analysiert. Dadurch identifizieren die Qualtrics-Programme unzufriedene Kunden – was Unternehmen hilft, schnell zu reagieren, um die Kunden nicht zu verlieren.

Zudem können die Kunden mit anderen Qualtrics-Programmen im Blick behalten, wie zufrieden die eigenen Mitarbeiter mit ihrer Arbeit sind. Auch eine Plattform für Marktforschungen bietet das Unternehmen an. Insgesamt bedient der Konzern mittlerweile 13.500 unterschiedliche Kunden.

Erste Quartalszahlen nach dem Börsengang

Jetzt hat der US-Konzern die ersten Zahlen seit dem Börsengang veröffentlicht: Im Schlussquartal kletterten die Abo-Einnahmen um ein Drittel auf 160 Millionen Dollar. Im Gesamtjahr zogen die entsprechenden Cloud-Umsätze um 34 % auf 575 Millionen Dollar an. Konzernweit stieg der Umsatz der US-Firma, an der SAP weiter mehr als 80 % hält, um 29 % auf knapp 764 Mill. Dollar.

Verluste im Jahresvergleich verringert

Auf der Gewinnseite machte Qualtrics unterdessen Fortschritte: Lag der Nettoverlust im vierten Quartal des Vorjahres noch bei 147,3 Millionen Dollar, so musste der Konzern im letzten Dreimonatszeitraum nur einen Verlust von 14,5 Millionen Dollar verbuchen. Der bereinigte Nettoverlust belief sich auf 8,1 Millionen Dollar oder 2 Cent je Aktie.

Verhaltene Prognose enttäuscht die Anleger

Mit den Zahlen gab der Konzern auch seinen Ausblick bekannt: Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 950 und 954 Millionen Dollar, was ungefähr einem Anstieg um ein Viertel entspricht und am oberen Ende über den aktuellen Konsensschätzungen (943 Millionen Dollar) liegt.

Schwarze Zahlen wird es aber vorerst noch nicht geben. Die bereinigte operative Marge soll aber von – 4  % auf – 1 bis – 2 % verbessert werden.

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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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