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Trimble-Aktie: Spezialist für Geodaten auf Einkaufstour

Inhaltsverzeichnis

Die Landwirtschaft steht in Zukunft vor immensen Aufgaben: Mit knappen Ressourcen muss immer mehr Nahrung produziert werden. Bis 2050 wird die Weltbevölkerung laut der Vereinten Nationen von heute 7,8 auf 9,7 Milliarden Menschen zunehmen. Unterdessen wird der Klimawandel den Ackerbau drastisch verändern. Steigende Temperaturen und Wetterextreme werden Anbaugebiete verschieben, Wachstumsphasen verändern und Pflanzen anfälliger für Krankheiten machen.

Damit genug Essen nachhaltig hergestellt werden kann, braucht es optimierte Anbaumethoden und besser genutzte Flächen. „Smart Farming“ soll das möglich machen: Genau in diesem Wachstumsmarkt versucht sich der US-Konzern Trimble mit der Übernahme von Bilberry jetzt zu verstärken.

Trimble – der Spezialist für Geodaten

Hinter Trimble (vormals Trimble Navigation) verbirgt sich ein Anbieter von Produkten und Dienstleistungen in den Bereichen Positionierungstechnologie und Positionierungssysteme. Das umfangreiche Produktportfolio beinhaltet beispielsweise GPS-Chipsets und Module, geodätische Vermessungsinstrumente, Feldcomputer, Maschinensteuerungssysteme, automatische und manuelle Lenksysteme für landwirtschaftliche Maschinen, Servo und Robotic Totalstationen und Zeitsynchronisierungsprodukte.

Darüber hinaus werden Softwarelösungen für das Flottenmanagement von Baumaschinen und für die effiziente Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen angeboten. Trimble’s Kunden kommen unter anderem aus der Landwirtschaft, der Baubranche, dem Bergbau und dem Transportwesen.

Langfristig robuste Wachstumsraten

Mit Niederlassungen und einem internationalen Vertriebs- und Servicenetzwerk betreut Trimble Navigation Kunden in über 30 Ländern weltweit. In den letzten Jahren war Trimble auf einem soliden Wachstumspfad unterwegs. Von 2011 bis 2021 kletterten die Umsätze von 1,64 auf 3,65 Milliarden Dollar. Zeitgleich verbesserte sich der Gewinn von 151 auf 493 Millionen Dollar.

Bilberry-Übernahme baut Smart Farming Segment weiter aus

Jetzt schluckt Trimble für einen ungenannten Preis das französische Start-Up Bilberry. Das Unternehmen ist ein Pionier bei der Anwendung der Technologie der künstlichen Intelligenz (KI), die eine Vielzahl von Unkrautarten in Echtzeit für eine breite Palette von Kulturpflanzenarten identifiziert. Das System ermöglicht es, Sprühgeräte mit der Technologie nachzurüsten, um Herbizide nur auf Unkräuter (Grün-auf-Grün) auszubringen, anstatt eine ganze Kultur oder den nackten Boden zu besprühen.

Außerdem können die Landwirte ihre Kulturen auf einer Unkrautdichtekarte visualisieren und so die Entwicklung von Problembereichen verfolgen. Bilberry war eines der ersten Unternehmen, das diese Technologie kommerziell verfügbar gemacht hat. Fallstudien zufolge kann das System den Einsatz von Herbiziden um mehr als 80% reduzieren, während es gleichzeitig die Umwelt schützt und die Betriebskosten für die Landwirte erheblich senkt.

Trimble setzt gezielt auf neuen Wachstumsmarkt

Trimble bietet bereits Technologielösungen für die gesamte landwirtschaftliche Wertschöpfungskette – von der Lenkung und dem Datenmanagement bis hin zur Ausbringungssteuerung und Ernte. Im Smart Farming wittert der Konzern offenbar enormes Potenzial. Vor wenigen Tagen hat der Konzern bereits mit seinem Risikokapitalfonds Trimble Ventures in Sabanto investiert. Sabanto ist ein in den USA ansässiges Agrartechnologieunternehmen, das sich auf autonome Arbeitsabläufe während des gesamten landwirtschaftlichen Zyklus konzentriert und als Farming as a Service (oder FaaS) angeboten wird.

Mit der neuen KI-Technologie von Bilberry erweitert der Konzern sein Pflanzenschutzportfolio und baut seine Marktposition weiter aus. Bilberry dürfte hingegen von dem enormen Vertriebspotenzial von Trimble profitieren.