Zwangsversteigerung: So läuft sie ab

Die Zwangsversteigerung ist eine Maßnahme der Zwangsvollstreckung gegen säumige Schuldner insbesondere in deren Grundstückseigentum.

Das Amtsgericht, in dessen Zuständigkeitsbereich sich die Immobilie befindet, führt die Zwangsversteigerung durch. Termine der Versteigerungen können dort erfragt werden. Außerdem werden Zwangsversteigerungen in der örtlichen Presse amtlich bekannt gemacht.

Das Versteigerungsgericht (Amtsgericht) kann auch einen Zwangsversteigerungsvermerk im Grundbuch eintragen lassen. Aus diesem Vermerk geht hervor, dass die Zwangsversteigerung des Grundstücks angeordnet wurde.

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Wird eine Eigentumswohnung zwangsversteigert bezieht sich die Versteigerung auch auf das Teileigentum, das Wohnungs- und Teilerbbaurecht. Etwaige offenstehende Forderungen der Wohnungseigentümergemeinschaft werden bei der Zwangsversteigerung vorrangig befriedigt. Hierzu zählen

  • Nachforderungsbeträge aus der beschlossenen Jahresabrechnungen,
  • Hausgeldvorschüsse aufgrund eines beschlossenen Wirtschaftsplans,
  • Beiträge zur Instandhaltungsrücklage sowie,
  • Beiträge zu einer beschlossenen Sonderumlage.

Es können jedoch nur Forderungen aus der laufenden und den zwei vorangegangenen Wirtschaftsperioden geltend gemacht werden. Außerdem sind die Forderungen bezüglich ihrer Höhe auf maximal 5 % des Verkehrswertes (siehe auch Verkehrswert) begrenzt.

Von: David Gerginov. Über den Autor

David Gerginov publizierte unter anderem zum Thema Schuldenbremse und beschäftigt sich heute mit allen Fragen rund um Wirtschaft, Politik und Finanzen.