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Rheinmetall: Rekordzahlen helfen der Aktie nicht

Inhaltsverzeichnis

Immer wieder gibt es Diskussionen bezüglich Ethik und Moral von Rüstungsaktien. Ob diese für Sie persönlich grundsätzlich als Investment in Frage kommen, müssen Sie natürlich selbst entscheiden. Falls ja, dann lohnt es sich für Sie, einen Blick auf die Rheinmetall-Aktie zu werfen. Denn wie die jüngsten Quartalszahlen zeigen, laufen die Geschäfte des deutschen Marktführers blendend.

Bestes Halbjahresergebnis in der Geschichte

Es war schon eine kleine Überraschung, was der Düsseldorfer Konzern verkünden durfte: Für das erste Halbjahr gab es Rekordzahlen. So erreichte das operative Ergebnis einen Wert von 191 Mio. Euro und konnte damit den Vergleichswert aus dem Vorjahreszeitraum verdoppeln. Das Ergebnis je Aktie (EPS) im fortgeführten Geschäft konnte sich im gleichen Zeitraum auf 2,50 (Vorjahr: 0,32) Euro erhöhen. Eine positive Entwicklung gab es auch beim Umsatz. Dieser stieg um 9% auf 2,6 Mrd. Euro.

Allerdings gab es eine kleine Negativnachricht: Im Zusammenhang mit dem Verkaufsprozess für das Geschäft mit Klein- und Großkolben muss eine weitere Wertberichtigung durchgeführt werden, die sich auf 110 Mio. Euro belaufen wird. Auswirkungen auf das Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten sollen damit jedoch nicht verbunden sein.

Bei den Analysten kam diese Nachricht gemischt an: Auf der einen Seite sorgen solche Wertberichtigungen immer für eine negative Stimmung, auf der anderen Seite könnte dieser Schritt zeigen, dass ein Verkauf dieser Sparte, die nicht zum Kerngeschäft von Rheinmetall gehört, unmittelbar bevorsteht – was positiv gewertet werden muss.

Unternehmensportrait

Die Rheinmetall AG steht als integrierter Technologiekonzern eigenen Angaben zufolge für ein substanzstarkes, international erfolgreiches Unternehmen in den Märkten für umweltschonende Mobilität und bedrohungsgerechte Sicherheitstechnik. Rheinmetall nimmt zudem eine Führungsposition als Automobilzulieferer für Module und Systeme rund um den Motor ein. Des Weiteren ist Rheinmetall als führendes europäisches Systemhaus für Verteidigungs- und Sicherheitstechnik ein Partner der Streitkräfte.

Inwieweit sich die jetzt vorgelegten Zahlen auf die Branchen Verteidigung und Automobil aufteilen – diese Aussagen blieb Rheinmetall jedoch (noch) schuldig.

Fundamental recht günstig

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 10, verbunden mit einer Dividendenrendite von rund 3%, ist die Aktie auch aus diesem Blickwinkel recht günstig bewertet. Allerdings können die Anteilseigner mit der Performance in diesem Jahr nicht zufrieden sein – seit Jahresbeginn beläuft sich das Minus auf mehr als 5%.

Perspektiven stimmen

Auf Grund der Zahlen, verbunden mit den Aussichten, wonach die NATO-Länder mittelfristig ihre Verteidigungsausgaben erhöhen werden, steht das Unternehmen recht gut da.

Einen ersten Eindruck könnte bereits das Gesamtjahr 2021 geben. So soll ein operatives Umsatzwachstum zwischen 7 und 9 % erzielt werden. Zudem ist eine Verbesserung der operativen Ergebnismarge angestrebt und soll zwischen 9 und 10 % liegen – im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 1,5%.

Ob dies ausreicht, damit das zweite Halbjahr für die Aktie erfolgreicher läuft als die erste Jahreshälfte, muss sich allerdings erst noch zeigen.