+++ GRATIS Online-Webinar: +84.643 % KI-Revolution - Die Gewinn-Chance des Jahres! | SA. 01.04., 11 Uhr +++

Dax: Seit Jahresbeginn zweistellig im Plus

Dax: Seit Jahresbeginn zweistellig im Plus
Stockwerk-Fotodesign - adobe stock
Inhaltsverzeichnis

Die zurückliegende Handelswoche hatte es in sich: Quartalsbilanzen, Zinsentscheidungen und Konjunkturdaten bewegten Anleger und Aktienkurse.

An die starken Kursgewinne vom Donnerstag konnte der Dax zum Wochenausklang nur bedingt anknüpfen, am Ende stand ein Aufschlag von 0,2 Prozent auf 15.476 Zähler. Auf Wochensicht hat der Leitindex damit aber kräftig zugelegt um 2,1 Prozent – seit Beginn des Jahres liegt das Barometer bereits zweistellig im Plus.

Notenbanken setzen Zinserhöhungen fort

Am Mittwoch und Donnerstag bestimmten die Notenbanken das Geschehen. Den Anfang machten die US-Währungshüter der Federal Reserve, die den Leitzins noch einmal anhob – allerdings um lediglich 0,25 Prozent. Damit setzt die Fed ihren Kurs fort, drosselt zugleich aber das Tempo. Der US-Leitzins liegt damit nun in einer Spanne zwischen 4,5 und 4,75 Prozent.

Tags darauf folgten die Europäische Zentralbank und die Bank of England. Auch in Europa ist die Zinsanhebung noch nicht beendet, sie war allerdings auch später gestartet als in den USA. Sowohl die EZB als auch die BoE erhöhten die Leitzinsen um jeweils 0,5 Prozent. Damit liegt dieser in der Eurozone bei nunmehr 3,0 Prozent, in Großbritannien bei 4,0 Prozent.

Weitere Anhebungen im März erwartet

Bereits im Vorfeld hatten Notenbanker der EZB angekündigt, dass es in den kommenden Monaten weitere Anhebungen um jeweils 0,5 Prozentpunkte geben soll. Der nächste Zinsschritt wird für März erwartet.

Mit der Abkehr von der Ära der Nullzinspolitik versuchen die Währungshüter, der Inflation entgegenzuwirken. Tatsächlich ist die Inflation zwar weiterhin sehr hoch, das Tempo der Preissteigerungen hat sich zuletzt aber etwas verlangsamt. Zugleich hellten sich die Konjunkturdaten auf: Die steigenden Zinsen würgen den wirtschaftlichen Aufschwung demnach nicht ab, was weitere Zinserhöhungen noch wahrscheinlicher werden lässt.

Starke Jobdaten: US-Arbeitsmarkt übertrifft alle Erwartungen

Unter anderem zeigte sich der US-Arbeitsmarkt robuster als gedacht. Die jüngsten Jobdaten, die von der US-Regierung am Freitag vorgelegt wurden, deuten darauf hin, dass im Januar deutlich mehr neue Stellen als erwartet geschaffen werden konnten. Konkret kamen im ersten Monat des Jahres rund 517.000 neue Jobs hinzu und damit mehr als doppelt so viele wie gedacht: Analysten hatten im Schnitt für Januar mit lediglich 188.000 neuen Stellen gerechnet. Auch die Arbeitslosenquote konnte positiv überraschen: Sie fiel von 3,5 auf 3,4 Prozent und befand sich damit auf dem niedrigsten Stand seit 1969.

Das beruhigt Anleger einerseits, denn die Rezessionsangst der vergangenen Monate lässt zuletzt merklich nach. Auf der anderen Seite schürt die Widerstandskraft der Wirtschaft die Sorge vor allzu beherzten Zinsanhebungen durch die Notenbanken.

Tech-Riesen mit durchwachsenen Bilanzen

Mit gemischten Gefühlen blickten Anleger auch auf den Zahlrenreigen aus dem Silicon Valley. Mit Meta, Alphabet, Apple und Amazon legten einige der größten US-Techunternehmen ihre Bilanzen für das vorangegangene Quartal vor – und sorgten allesamt für Ernüchterung. Kurzfristig fielen die Zahlen auf die ein oder andere Art enttäuschend aus.

Mittelfristig aber blicken Investoren durchaus zuversichtlich auf die Tech-Branche der USA. Gerade durch die jüngsten Massenentlassungen setze so etwas wie eine Normalisierung im überhitzten Markt ein. Für Anleger ist das gut, denn es könnte dazu beitragen, dass sich die häufig exorbitant hohen Gehälter ein Stück weit nach unten hin anpassen.