Die Wochencharts des Jahres 2021

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Das Thema für 2022: Wenn Sie dachten, dass Omikron oder dessen Nachfolger im kommenden Börsenjahr eine Rolle spielen wird – achten Sie lieber auf die Inflation. (Foto: Jirapong Manustrong / Shutterstock.com)

Ein turbulentes Jahr geht zu Ende. Die Zeit nutzen wir, um uns einen Überblick zu verschaffen, wie die letzten 12 Monate in Form von Kerzen verlaufen sind. Trotz Pandemie und vielen wirtschaftlichen Engpässen haben die Kombination aus Inflation und Ausweitung der Geldmenge die Aktienmärkte nach oben laufen lassen.

Was interessiert schon die Realwirtschaft, wenn wir aus 100 Euro einfach 110 Euro machen können? Das wirkt gleich viel mehr. Wollen Sie nach Weihnachten abnehmen? Messen Sie sich vorher nicht in Kilogramm, sondern in Pfund. Da werden Sie nachher viel größere Erfolge zu vermelden haben.

Das Spiel funktioniert frei nach der Methode der selbstgefälschten Statistik. Ein wunderschönes Beispiel sind auch die Arbeitslosen – sei es in Deutschland oder auch in den USA. Hier werden tatsächlich Arbeitslose herausgerechnet, damit die Quote besser aussieht.

Was allerdings keine Augenwischerei ist: Die Kerzen im Chart und da schauen wir jetzt, was da Jahr uns und den Indizes gebracht hat.

DAX im Jahr 2021 im Wochenchart

Das Jahr begann bei 13.890 Punkten. Fast 2.000 Punkte höher geht die Party zu Ende. Wobei der eigentliche Grund zu feiern wie so oft in der ersten Jahreshälfte schon vorbei war. Letztlich stehen wir heute dort, wo wir bereits im Juni das Hoch machten. Auf die 100 Punkte mehr kommt es mir jetzt nicht an.

Seitdem schieben wir also sehr schwankend zur Seite. Ein neues Allzeithoch steht jetzt bei 16.290 Punkten. Das haben wir auch geschafft. Die letzten wichtigen Tiefs liegen in etwa auf einer Linie bei minimal nördlich von 14.800 Punkten. Das können Sie sich somit als Post-It an Ihren Monitor kleben: Fällt der DAX unter 14.800, ändert sich das übergeordnete Bild und wir können mit einer größeren Korrektur rechnen. Die muss natürlich nicht kommen, ist dann aber eben deutlich wahrscheinlicher.

Ein Ausblick auf 2022

Den gebe ich Ihnen, wenn wir die ersten Handelstage im neuen Jahr gesehen haben. Wie schon berichtet, entscheidet sich bereits Anfang des Jahres, wohin die Kurse die restlichen 12 Monate laufen werden. Das ist kein Gesetz. Oft genug passt das aber zum weiteren Verlauf. Die erste Wochenkerze von 2021 war auch grün…

S&P 500 im Jahr 2021 im Wochenchart

Die Entwicklung hier war beeindruckend langweilig. Da bot der DAX richtig Action im Vergleich zum S&P 500. Das Highlight des Jahres war hier wohl der September. 3 von 4 Wochenkerzen waren Rot! Es ging also wirklich einmal etwas nach unten.

Ansonsten liefen die Kurse aber fast wie an einer Schnur fleißig nach oben. Buy the Dip konnten die Anleger kaum nutzen. Außer nach jeder roten Wochenkerze kaufen. Diese simple Strategie hätte sogar ordentlich Erfolg gehabt. Ob das 2022 auch so sein wird? Meistens ist ja immer irgendetwas und es gibt einige Gründe, warum sich der Jahreschart nicht auf das Vorjahr reimt. Bleiben wir demnach gespannt, was die FED mit ihrem Tapering angestellt.

Offiziell sollen die Finanzspritzen reduziert werden. Allerdings warten wir noch darauf, dass die FED das auch umsetzt. Letztlich gab es eher Beweise dafür, dass sie A sagt und B macht.

Inflation als Thema für 2022

Wenn Sie dachten, dass Omikron oder dessen Nachfolger im kommenden Börsenjahr eine Rolle spielen wird – achten Sie lieber auf die Inflation. Wir haben immer ein großes Thema. Zu Trump-Zeiten war es noch der Handelskrieg mit China. Da war die Welt gefühlt noch in Ordnung. Das Thema 2022 wird definitiv Inflation. Vielleicht wird sie auch von etwas Neuem abgelöst. Solange das aber nicht passiert, sind die veröffentlichten Zahlen zur Preissteigerung der treibende Faktor.

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Von: Michael Berkholz. Über den Autor

Michael Berkholz entdeckte vor einigen Jahren seine Leidenschaft fürs Trading und gibt sein Wissen heute mit großer Leidenschaft an seine Leser weiter.

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