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thyssenkrupp-Aktie: Stahlkonzern rüstet auf

thyssenkrupp-Aktie: Stahlkonzern rüstet auf
Marcel Paschertz / stock.adobe.com
Inhaltsverzeichnis

Wer einmal in Duisburg war, der sieht, wie groß die Bedeutung der Schwerindustrie für die Stadt noch immer ist. Auch wenn das Ruhrgebiet heute auch zahlreiche Gründer aus innovativen Branchen beherbergt gilt im Pott auch weiter das Motto: „Hier wird malocht!“.

Ob Sie als Anlegerin oder Anleger mit der Aktie von thyssenkrupp ihr Geld für sich arbeiten lassen können, klären wir auf den Punkt gebracht in unserer Analyse. Vorab aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen: thyssenkrupp gehört weltweit zu den größten Rohstahlproduzenten. Der Konzern verfügt über die drei Tätigkeitsschwerpunkte Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen.

Die Produktion von Flachstahl ist das Kerngeschäft. Die weiteren Bereiche befassen sich mit der Herstellung von Investitionsgütern (Maschinen, Fahrzeugtechnik, Werkstoffe) sowie mit dem Handels- und Dienstleistungsgeschäft.

Spannende Übernahmen

In einem herausfordernden Marktumfeld hat sich thyssenkrupp im Geschäftsjahr 2022 gut behauptet. Trotz des Krieges in der Ukraine sowie der Störungen in den Lieferketten verbesserte sich der Umsatz um 21% auf 41,1 Mrd €. Das bereinigte EBIT konnte auf 2,1 Mrd € nahezu verdreifacht werden.

Treiber dieser positiven Entwicklung waren die Maßnahmen zur Steigerung der Leistungsfähigkeit der Geschäfte sowie die zeitweise deutlich gestiegenen Preise in den Märkten von Materials Services und Steel Europe, die sich in höheren Umsätzen und verbesserten Margen niedergeschlagen haben. Zugleich haben die gestiegenen Preise zu einer erhöhten Mittelbindung geführt, weshalb der freie Cashflow vor M&A noch im negativen Bereich blieb.

Der Auftragseingang verbuchte ein Plus von 12% auf 44,3 Mrd €. Marine Systems hat mit einem neuen Werftenkonzept und der Übernahme der MV Werften Wismar seine strategischen Optionen für den Bau von U-Booten und Überwasserschiffen erweitert. Die Sparte reagiert damit auf das veränderte sicherheitspolitische Umfeld.

thyssenkrupp wird grün

Zudem hat thyssenkrupp die grüne Transformation von Steel Europe beschleunigt und will 2 Mrd € zum Einstieg in die klimaneutrale Stahlherstellung investieren. Der Konzern hat gute Fortschritte beim Umbau gemacht und konnte die operative Leistungsfähigkeit steigern. Der Vorstand geht davon aus, dass die Wettbewerbsintensität zunehmen wird. Deshalb haben Performance und Produktivität weiterhin höchste Priorität. Die Aktie ist zwar kein Überflieger, aber in Ordnung. Die Dividendenrendite von 2,1% rundet diesen Eindruck ab.