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Starke News von Volkswagen: Aktie kräftig im Plus

Starke News von Volkswagen: Aktie kräftig im Plus
AR Pictures / shutterstock.com
Inhaltsverzeichnis

Starke News von Volkswagen: Nach Rückschlägen im vergangenen Jahr blicken die Wolfsburger für 2023 wieder deutlich optimistischer in die Zukunft. Umsatz und Rendite sollen im Vergleich zum Vorjahr kräftig steigen.

Positiver Ausblick für 2023

Bei der Umsatzrendite erwartet der Dax-Konzern im laufenden Jahr zwischen 7,5 und 8,5 Prozent – also mindestens einen halben Prozentpunkt mehr als im vorangegangenen Jahr. Beim Umsatz rechnet Europas größter Autobauer mit einem Plus von 10 bis 15 Prozent. 2022 hatte VW eine Umsatzsteigerung um 12 Prozent auf knapp 280 Milliarden Euro verbuchen können.

Den positiven Ausblick begründete der Konzernvorstand mit hohen Auftragsbeständen: Weil im vergangenen Jahr Lieferkettenprobleme die Produktion ausbremsten, hat sich hier ein Rückstau gebildet, der nun abgearbeitet werden kann. Laut Mitteilung der Wolfsburger belief sich der Auftragsbestand zuletzt auf rund 1,8 Millionen Fahrzeuge. Zugleich entspannt sich die Situation in den Lieferketten sowie am Halbleitermarkt, sodass für das laufende Jahr nicht erneut mit Rückschlägen bei der Produktion gerechnet wird.

Kräftiger Aufschlag: Steigende Dividende stößt bei Anlegern auf Gegenliebe

Besonders erfreulich aus Sicht der Anleger: Auch die Dividende soll kräftig steigen, und zwar um satte 1,20 Euro je Anteilsschein. Aktionäre sollen demnach 8,70 Euro je Stammaktie und 8,76 Euro je Vorzugsaktie erhalten. Für das Geschäftsjahr 2022 stieg der Gewinn unterm Strich um 3 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro, wie aus den vorläufigen Zahlen hervorgeht. Diese hatte das Unternehmen Anfang Februar vorgestellt. Die finale Bilanzpräsentation ist für Mitte März geplant.

Der Ausblick auf das laufende Jahr sowie die Anhebung der Dividende stießen am Freitag auf viel Gegenliebe bei den Anlegern: Sie katapultierten die im Dax gelistete VW Vorzugsaktie um knapp 9 Prozent im Plus, der stärkste Tagessprung seit rund einem Jahr.

Analysten reagieren unbeeindruckt

Erste Reaktionen von Analysten fielen weniger euphorisch aus. Unter anderem aktualisierten die kanadische Bank RBC, die US-Großbank JP Morgan sowie das US-Analysehaus Jefferies am Freitag ihre Einschätzungen zur VW Vorzugsaktie. Alle drei behielten ihre vorherigen Einstufungen unverändert bei.

So sehen JP Morgan und auch die Experten der RBC das Papier weiterhin als Kauf, die Kursziele liegen mit 235 und 237 Euro nah beieinander. Gemessen am aktuellen Kurs entspricht das einem Aufwärtspotenzial von gut 66 Prozent. Analysten von Jefferies dagegen warnen vor einem Kursrutsch und raten zum Verkauf des Papiers, das Kursziel liegt mit 115 Euro fast 20 Prozent unter dem derzeitigen Niveau.

HSBC warnt vor Gegenwind für Volkswagen

Im Februar hatten die Experten von Bernstein Research, der US-Investmentbank Goldman Sachs und der Schweizer Großbank UBS ihre Einschätzungen aktualisiert und jeweils ihre neutralen Einstufungen für die VW Vorzugsaktie bekräftigt. Die Kursziele lagen dabei mit 130 Euro (UBS), 145 Euro (Bernstein Research) und 150 Euro (Goldman Sachs) nahe dem derzeitigen Kursniveau: Nach dem Sprung vom Freitag notierte die VW Aktie bei rund 140 Euro.

Es gab zuletzt allerdings auch kritische Stimmen. So senkte die britische Investmentbank HSBC erst kürzlich das Kursziel drastisch von 203 auf 148 Euro und stufte die VW Vorzugsaktie zugleich von „buy“ auf „hold“ herab. Zur Begründung verwiesen die Experten auf eine mögliche Belastung der Nachfrage durch hohe Inflation und steigende Kreditzinsen, die vor allem masseorientierten Herstellern wie Volkswagen einen Strich durch die Rechnung machen könnten. In der Branchenstudie sieht die HSBC dagegen Premium- und Luxushersteller besser gewappnet: Ihre Klientel ist von den Kaufkraftverlusten deutlich weniger stark betroffen.