Versicherungen: Welche benötige ich wirklich?

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Es gibt nötige und unnötige Versicherungen. Ich zeige Ihnen, welche Versicherungen Sie brauchen und welche nicht! (Foto: Africa Studio / shutterstock.com)

Die Deutschen sind „Versicherungs-Könige“: Fast für jeden Spezialfall besitzen sie die passende Versicherung. Doch die wenigsten kennen sich mit Versicherungen aus.

Gewiss ist jede(r) von Ihnen bereits von Versicherungsvertretern „beehrt“ worden. Einige bleiben dabei seriös, die anderen sind nur lästig. Dabei sind manche abgeschlossenen Versicherungen sinnvoll, manche völlig überflüssig. Es wird Zeit, dass Sie Ihre Versicherungen auf Herz und Nieren prüfen. Nachfolgend sage ich Ihnen, welche Versicherungen notwendig sind und welche nicht.

Diese Versicherungen sollten Sie abschließen oder bereits abgeschlossen haben

  • Krankenversicherung: Bei dieser Versicherung können Sie nicht überlegen ob Sie diese wollen oder nicht – denn sie ist gesetzlich vorgeschrieben! Die Krankenversicherung übernimmt Ihre Arztbesuch- und Krankenhauskosten. Die Beitragshöhe richtet sich in der gesetzlichen Krankenkasse nach Ihrem Bruttogehalt. Geringe Selbstbeteiligung bei Medikamentenkauf etc. In der privaten Krankenversicherung richtet sich die Beitragshöhe nach den vereinbarten Leistungen und Ihrem Alter.
  • Privathaftpflichtversicherung: Auch diese Versicherung ist eigentlich unverzichtbar. Übernimmt diese doch von Ihnen nicht vorsätzlich verschuldete Unfallkosten mit Sach- oder Personenschaden.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Diese Versicherung sollte möglichst früh und so hoch wie möglich abgeschlossen werden. Damit sie möglichst lange läuft. Denn die Versicherung hilft Ihnen, wenn Sie vor der Pensionierung schwer erkranken und nicht mehr arbeiten können. Die vom Staat zur Verfügung gestellten Mittel sind meistens zu gering.
  • Risikolebensversicherung: Diese Versicherung hilft Ihren Hinterbliebenen, wenn Sie sterben.
  • Private Unfallversicherung: Sie hilft Ihnen bei dauerhaften Schäden, beispielsweise bei Behinderung, notwendige Umbauten an Haus oder Wohnung vorzunehmen.

Diese Versicherungen sind nicht unbedingt notwendig

  • Sterbegeldversicherung: Mit dieser Versicherung sollen die Kosten der eigenen Beerdigung abgesichert werden. Die Hinterbliebenen sollen möglichst wenig selbst in Anspruch genommen werden. Aber Achtung: Oftmals bekommen die Angehörigen weniger Geld heraus, als der Versicherte ursprünglich eingezahlt hat.
  • Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr: Versicherer, die diese Versicherung anbieten, erklären den Schutz einer herkömmlichen Unfallversicherung. Am Ende der Laufzeit sollen die gezahlten Prämien erstattet werden. Aber Achtung: Nur bei einer sehr langen Laufzeit gelingt dies auch. Der Risikoschutz selbst ist nur mäßig. Es gibt Versicherer, die diese Versicherung nach massiver Kritik aus ihrem Programm genommen haben.
  • Insassenunfallversicherung: Hier wird „Scheibenwischerei“ betrieben, denn in Deutschland gibt es ja eine gesetzliche Kfz-Haftpflicht. Falls Sie also bei einem Unfall Insassen verletzen, zahlt diese Versicherung! Eine zusätzliche Insassenunfallversicherung ist deshalb unnötig!
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Von: Guido Grandt. Über den Autor

Der Autor, Jahrgang 1963, war viele Jahre lang als Manager in verschiedenen großen Unternehmen tätig. Lernte das unternehmerische Handwerk sozusagen von der "Pike" auf, bevor er sich ganz dem wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Geschehens Deutschlands publizistisch widmete.

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