Atomkraft: Warum denn nicht? Deutschland schaltet Atomkraftwerke bis Ende 2022 ab – sinnvoll?

Es ist der 10. Jahrestag der Atomkatastrophe von Fukushima – ein Vorfall, der dazu geführt hat, dass Deutschland sich für den Atomausstieg entschieden hat. Doch in vielen anderen Ländern wird die Atomenergie weiterhin erfolgreich als Energieversorgungsquelle eingesetzt. Es stellt sich daher die Frage: Atomkraft, warum denn nicht?

Der Atomkatastrophe in Fukushima war der Auslöser dafür, dass Deutschland bis Ende 2022 kein Atomstrom mehr produzieren möchte. Ab dem Jahr 2023 muss diese Lücke also durch andere Energieträger gefüllt werden. Damit geht Deutschland jedoch einen internationalen Sonderweg und steht vor einigen Herausforderungen. Denn die Atomenergie wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt erfolgreich als verlässliche Energieversorgungsquelle eingesetzt – und zwar weltweit.

Doch auch zukünftig soll die Atomkraft als Energieträger genutzt werden. China zum Beispiel hat nicht nur die Menge des Atomstroms vom Jahr 2011 bis 2019 vervierfacht, sondern baut zum aktuellen Zeitpunkt weitere 13 Reaktoren. Doch auch Frankreich holt immer noch 70% des Stroms aus der Atomenergie. Zugleich birgt Atomstrom klare Vorteile bezüglich des Umweltschutzes. Denn bei der reinen Stromproduktion in Atomkraftwerken fällt kein CO2 an. Es gibt zwar CO2-Bilanzen von Reaktoren, diese basieren jedoch auf Rechnungen von der Vorproduktion des Cerns und der Endlagerung. Die Produktion an sich ist emissionsfrei! Angesichts der Tatsache, dass wir als Industrienation darauf zielen, eine CO2-neutrale Wirtschaft aufzubauen, wäre die Atomenergie eine gute Option – doch Deutschland muss nun andere Wege finden, um CO2-neutral zu werden.

Doch auch an den Finanzmärkten ist Atomenergie keine Seltenheit. Es gibt weltweit agierende Uran-Produzenten, die ebenfalls an der Börse notieren. Natürlich haben diese Unternehmen nach dem Unfall in Fukushima einen Absturz erlebt. Allerdings haben die vergangenen Monate gezeigt, dass sich die Uran-Aktien wieder gut entwickeln. So hat zum Beispiel Cameco, ein kanadischer Uran-Produzent, in den letzten sechs Monaten um mehr als 40% zugelegt. Obwohl dieses kontroverse Thema der Atomkraft politisch aufgeladen ist, kann es sich also dennoch lohnen, den Bereich der Uran-Produktion an der Börse zu verfolgen.

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Heiko Böhmer
Von: Heiko Böhmer. Über den Autor

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