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Luxus lohnt sich wieder

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Mögen Sie Luxus? Vielen Neureichen aus Asien muss man diese Frage gar nicht stellen – der Blick auf entsprechende Accessoires verrät die Antwort. Schicke Taschen, modische Schuhe oder blitzende Uhren – wer es sich leisten kann, zeigt gerne, was er hat. Nachdem die Pandemie auf der Zielgeraden ist, steigt auch die Reiseaktivität und damit der Absatz von Luxusgütern, die seit jeher gerne in der Ferne gekauft werden.

Wir haben daher die Aktie von LVMH für Sie unter die Lupe genommen. Die LVMH-Gruppe (Louis Vuitton Moét Hennessy), weltgrößter Luxusgüter-Konzern, produziert und vertreibt Weine & Spirituosen (Hennessy, Pommery), Mode- & Lederwaren (Louis Vuitton,Dior, Kenzo, Givenchy), Parfüms & Kosmetika (Dior, Guerlain), Schmuck & Uhren (Tiffany, TAG Heuer, Bulgari). Über ausgesuchte Boutiquen, Shops und Einzelhandelsketten (Sephora, Le Bon Marche) werden weitere Haute-Couture-Artikel angeboten.

Konsumfreude kehrt zurück

LVMH bleibt in der Luxusbranche das Maß der Dinge. Das Pandemiejahr 2020 hat der Konzern zwar nicht ohne Schrammen überstanden (der Umsatz ging um 16,8% zurück und der Gewinn um 34,4%), dafür profitiert LVMH überproportional von der wieder erstarkten Konsumfreude nach Luxusgütern. Der Aktienkurs hat einen neuen Rekordwert erreicht und LVMH zum am höchsten bewerteten Unternehmen in Europa sowie CEO Arnault kurzzeitig zum reichsten Mann der Welt gemacht.

Hintergrund für den Kursanstieg war der überraschend starke Jahresauftakt. Angetrieben von den Märkten in China und den USA wurde im 1. Quartal mit 13,9 Mrd € ein neuer Umsatzrekord aufgestellt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das ein Plus von 32% und gegenüber dem 1. Quartal des Vor-Corona-Jahres 2019 ein Plus von 8%. Die Marken Louis Vuitton und Dior finden bei den Luxuskonsumenten großen Anklang und verhalfen der Lederwarensparte zu einem Plus von 37% im Vergleich zu 2019.

Warten Sie besser noch ab!

Mit der Ausnahme der Einzelhandelssparte, die am stärksten unter den Einschränkungen im weltweiten Tourismus leidet, zeigten auch alle anderen Geschäftssegmente deutliche Zuwächse. Die Uhren-/Schmucksparte wies durch die Übernahme Tiffanys, die LVMH auch im Schmuckbereich zur globalen Nummer 1 hat aufsteigen lassen, einen Umsatzsprung von 138% aus. Ob das hohe Wachstumstempo im Jahresverlauf gehalten werden kann, scheint fraglich.

Das Bewertungsniveau hat auf Basis des KGVs stark angezogen und notiert deutlich über den Werten der Vergangenheit. Bleiben Sie daher bei der Aktie erst einmal vorsichtig. Womöglich könnte eine Kursschwäche Gelegenheiten bieten. Auch liegt die Dividendenrendite nur noch bei 0,9%. Der Wert ist ein Fall für die Watchlist.