Einhell: Gute Halbjahres-Zahlen und Insiderkäufe

Der Werkzeugbauer Einhell legt gute Halbjahres-Zahlen vor und ein Unternehmens-Insider greift zu. Erfahren Sie hier alle Details dazu: (Foto: Zadorozhnyi Viktor / Shutterstock.com)

Der mittelständische deutsche Werkzeugbauer Einhell hat kürzlich überzeugende Zahlen für das 1. Halbjahr 2017 vorgelegt.

Zudem häuften sich zuletzt bei Einhell die sogenannten Insiderkäufe.

Was genau das ist und welche Bedeutung die Insiderkäufe für Sie als Anleger haben, erkläre ich Ihnen gleich.

Zunächst möchte ich Ihnen kurz die Halbjahres-Zahlen von Einhell und den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2017 vorstellen:

Halbjahres-Zahlen und Ausblick für 2017

Einhell hat den Umsatz in den ersten 6 Monaten dieses Jahres um 12,7% auf 280,46 Mio. € gesteigert. Der Vorsteuer-Gewinn verbesserte sich von 10,9 auf 19,2 Mio. €.

Das bedeutet ein sattes Plus von 76,1%. Die Vorsteuer-Rendite verbesserte sich damit im Vergleich zum Vorjahr von 4,7 auf 7,2%.

Den Ausblick für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2017 formuliert das Unternehmen wie folgt:

„Es wird für das verbleibende Geschäftsjahr von einem grundsätzlich sehr positiven weiteren Geschäfts-Verlauf ausgegangen. Die politischen Unwägbarkeiten in verschiedenen Ländern veranlassen aber zu einer vorsichtigen Prognose.“

Aus heutiger Sicht wird eine Umsatz-Steigerung von ca. 8 – 10% und eine bereinigte Umsatz-Rendite vor Steuern in Höhe von 6% erwartet.

Damit wurde die erwartete Umsatz-Rendite im Rahmen der jüngsten Zahlenvorlage angehoben.

Zudem lässt sich zwischen den Zeilen lesen, dass es durchaus wahrscheinlich ist, dass die aktuelle Prognose schlussendlich übertroffen wird.

Einhell-Vorstand kauft Einhell-Aktien

Kommen wir jetzt zunächst einmal dazu, was genau eigentlich Insiderkäufe- bzw. –verkäufe sind:

Unternehmens-Insider sind, allgemein ausgedrückt, Personen, die über kursrelevante Informationen verfügen. Das sind z. B. Vorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige.

Wenn diese Personen Aktien des eigenen Konzerns kaufen oder verkaufen, spricht man von Insiderkäufen bzw. Insiderverkäufen.

Nun zu den bereits angesprochenen Insiderkäufen bei Einhell:

Einhell-Vorstand Andreas Kroiss hat im Juni, Juli und im Oktober dieses Jahres für insgesamt gut 260.000 € Einhell-Aktien erworben. Dies tat er über die KA-Invest GmbH.

Wie Insiderkäufe und -verkäufe einzuordnen sind

Zunächst einmal ist es wichtig zu verstehen, warum der bereits vorgestellte Personenkreis (Vorstände, Aufsichtsräte und deren Angehörige) deshalb als „Insider“ bezeichnet wird.

Das ist der Fall, weil diese Personen das Unternehmen besser kennen als Außenstehende und über Informationen direkt aus dem Konzern verfügen.

Grundsätzlich dürften Sie mir beipflichten, dass es durchaus sinnvoll sein kann, sich beim Aktienkauf an Personen zu orientieren, die Infos aus 1. Hand haben und direkt an der Quelle sitzen.

Folglich ist es in vielen Fällen durchaus sinnvoll, den sogenannten Insidern zu folgen – also zu kaufen, wenn die Insider kaufen und zu verkaufen, wenn diese verkaufen.

Allerdings sollten Sie beachten, dass es nicht automatisch ein gutes Zeichen sein muss, wenn ein Insider Aktien des eigenen Konzerns kauft.

Und umgekehrt ist es auch nicht automatisch ein schlechtes Zeichen, wenn Insider Aktien verkaufen.

Denn nicht immer kaufen Insider Aktien, weil sie diese für unterbewertet halten und nicht immer verkaufen Insider Aktien, weil sie diese für fair oder überbewertet halten.

So werden in vielen Betrieben Aktien beispielsweise aufgrund von Mitarbeiter-Beteiligungen oder Bonus-Zahlungen verteilt.

Es ist dann völlig normal, wenn ein Manager irgendwann die als Gehalts-Bestandteil erhaltenen Aktien (oder Aktien-Optionen) an der Börse versilbert und in Geld umtauscht (verkauft).

Fazit

Sie sollten niemals nur auf die Insiderkäufe und -verkäufe achten, sondern stets auch einen Fundamental-Check vornehmen.

© Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG, alle Rechte vorbehalten
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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