RWE erwartet Jobabbau und fordert Milliardenentschädigung

Die Energiewende brachte RWE vergangenes Jahr ins Schwitzen. Der bereinigte Konzernüberschuss ist um fast 40% auf 591 Millionen gesunken. Und auch 2019 sollen die Ergebnisse allenfalls stabil bleiben. Das Nettoergebnis soll zwischen 300 und 600 Millionen Euro liegen. Konzern-Chef Rolf Martin Schmitz zeigt sich trotzdem zuversichtlich. Schließlich lagen die Ergebnisse mehr oder weniger innerhalb der Prognosen. Und Öko-Strom soll Besserung bringen.

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So zeichnete Konzernchef bei der Vorstellung der Bilanz ein zwiespältiges Bild: Der Kohleausstieg ist gut fürs Klima. Doch nicht zwingend für die Menschen. Zumindest nicht für jene, die bei RWE arbeiten. Falls Kraftwerke geschlossen werden, rechnet der Energiekonzern RWE mit einem erheblichen Stellenabbau. Der Vorstandschef Rolf Martin Schmitz befürchtet, dass ein Großteil der empfohlenen Kraftwerks-Stilllegungen auf Nordrhein-Westfalen entfallen werden. Schon jetzt muss RWE hier mit Konfliktherden wie dem Hambacher Forst kämpfen.

Marcus Schult
Von: Marcus Schult. Über den Autor

Finanzen sind sein Leben: Mit dem richtigen Gespür für Wirtschaft- und Finanzthemen ausgestattet liefert der ehemalige ARD-Mann das richtige Know-How.