Philips-Aktie vor dem Turnaround?

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An den internationalen Aktienmärkten setzt sich die Schaukelbörse weiter fort. Immer wieder gibt es zwischenzeitliche Hoffnungsschimmer. Kurz darauf gibt es dann Nachrichten, die diese Hoffnung zunichtemachen. Inflation und Rezession sind die störenden Elemente, die immer wieder für Verunsicherung sorgen.

Einmal mehr ist daher „Stockpicking“ für Sie als Anleger in diesen Zeiten das richtige Konzept. In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen einen Medizintechnikhersteller aus den Niederlanden näher vorstellen, dessen Aktie zuletzt „unter die Räder“ gekommen ist.

Unternehmensportrait

Die in den Niederlanden ansässige Philips N.V. ist ein führendes Unternehmen im Bereich Gesundheitstechnologie, das sich darauf konzentriert, die Gesundheit der Menschen zu verbessern und bessere Ergebnisse über das gesamte Gesundheitskontinuum hinweg zu ermöglichen. Diese Palette reicht von gesunder Lebensweise und Prävention bis hin zu Diagnose, Behandlung und häuslicher Pflege.

Dabei nutzt der Konzern Technologien und fundierte klinische und verbraucherbezogene Erkenntnisse, um integrierte Lösungen anzubieten. Das Unternehmen hat eine führende Position in den Bereichen diagnostische Bildgebung, bildgeführte Therapie, Patientenüberwachung und Gesundheitsinformatik sowie in den Bereichen Consumer Health und Home Care.

Negatives Nachrichtenumfeld

Zuletzt gab es eher negative Nachrichten: Ende des vergangenen Monats enttäuschte der Konzern mit einem Update zu den zurückgerufenen Beatmungsgeräten die Anleger. So sind zwei Zytotoxizitätstests und ein Genotoxizitätstest nicht bestanden worden, während sich bei früheren Daten nur letzteres ergeben habe. Kein Wunder, dass die Verunsicherung für Minuszeichen bei den Wertpapieren sorgte.

Jetzt wurde bekannt, dass auch die Mitgliedschaft im EuroSTOXX 50 wackelt. Derzeit erfüllt der niederländische Konzern nicht mehr die Kriterien zum Verbleib in diesem Index. Sollte sich dies nicht kurzfristig ändern, so steht zum Verkettungstermin im September der Abstieg aus der ersten europäischen Börsenliga bevor.

Aktie rutscht seit Jahresbeginn überdurchschnittlich ab

Der anhaltende Kursrutsch – immerhin hat sich die Aktie in den vergangenen 52 Wochen nahezu halbiert und allein in den letzten drei Monaten ein Viertel an Kurswert eingebüßt – wirkt absolut übertrieben. Das zeigt sich auch an den Fundamentaldaten. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 13 für das kommende Jahr ist der Wert sehr günstig bewertet. Und dann kommt noch eine Dividendenrendite hinzu, die sich derzeit auf mehr als 4,5% beläuft.

Zeit zur Neuentdeckung des Wertes

Zu diesem Ergebnis kommen nun auch die Analysten, die vermehrt die Aktie mit dem Rating „kaufen“ versehen. Nach dem Rückruf und dem möglichen Abstieg aus dem EuroSTOXX 50 scheinen inzwischen alle schlechten Nachrichten in den Kursen eingepreist zu sein und es scheint nur eine Frage der Zeit, wann die Anteilsscheine wieder den Vorwärtsgang einlegen.

Diesbezüglich wird nur noch eine positive Nachricht benötigt, um den notwendigen Impuls zu geben. Darin besteht natürlich auch das Risiko: Sollten sich die Negativschlagzeilen fortsetzen, kann der Kurs weiter fallen. Denn bekanntlich gibt es das „schlimmer kann es nicht kommen“ an der Börse nicht – vor allem in schwachen Börsenzeiten.