Sanofi schluckt österreichisches Biotechunternehmen Origimm

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Der französische Pharmariese Sanofi hat heute bekannt gegeben, dass er das österreichische Startup Origimm Biotechnology übernehmen will. Origimm hat einen Impfstoff gegen Akne entwickelt, der gerade in klinischen Studien getestet wird. (Foto: Production Perig / shutterstock.com)

Heute Morgen gab der französische Pharmariese Sanofi bekannt, dass er eine Übernahmevereinbarung mit der in Wien ansässigen Origimm Biotechnology GmbH unterzeichnet hat. Nähere Angaben über den Kaufpreis machten die Franzosen nicht. Sanofi teilte jedoch mit, dass die Übernahme noch in diesem Monat abgeschlossen werden soll.

Der Pharmakonzern Sanofi mit seinen weltweit mehr als 100.000 Mitarbeitern in über 100 Ländern dürfte Ihnen sicherlich bekannt sein. Weniger bekannt hingegen ist das österreichische Startup Origimm Biotechnology. Daher möchte ich Ihnen Origimm kurz vorstellen.

Origimm Biotechnology im Kurzporträt

Origimm wurde 2012 als Einzelunternehmen in Wien gegründet. Der Name Origimm ist ein Akronym, dass sich aus den Anfangsbuchstaben der englischen Wörter „Origins of Immunity“ (deutsch: Ursprünge der Immunität) zusammensetzt. Im Jahr 2014 wurde das österreichische Unternehmen in eine GmbH umfirmiert.

Origimm Biotechnology ist vor allem im Bereich der Prävention und Behandlung von Hautkrankheiten und -infektionen tätig. So hat Origimm einen vielversprechenden Impfstoff gegen Akne vulgaris entwickelt, der aktuell in ersten klinischen Studien getestet wird.

Die vor allem bei Jugendlichen häufig auftretende Akne ist eine weit verbreitete Krankheit. Ein wirksamer Impfstoff gegen diese „Teenager-Seuche“ birgt daher aus ökonomischer Sicht ein riesiges Marktpotenzial.

Sanofi will seine Impfpipeline erweitern

Das hat auch Sanofi erkannt und hat daher das österreichische Startup übernommen, wie Thomas Triomphe, Vizepräsident von Sanofi Pasteur, betont: „Die Übernahme von Origimm erweitert unsere Impfstoff-F&E-Pipeline um einen ersten Impfstoffkandidaten gegen Akne, die für Millionen von Jugendlichen und Erwachsenen einen hohen medizinischen Bedarf darstellt“.

„Mit der Aufnahme von Origimm in Sanofi erweitern wir unseren Kompetenzbereich um umfangreiches Know-how auf dem Gebiet des Hautmikrobioms und der Hautimmunologie“, so Triomphe weiter.

Sanofi hat Rennen um mRNA-Impfstoff gegen Covid-19 verloren

Die Übernahme von Origimm ist ein Erfolg für Sanofi, der allerdings an der Entwicklung eines Covid-19-Impfstoffs gescheitert ist. So gab Sanofi im September 2021 seine Pläne für einen eigenen Corona-Impfstoff auf mRNA-Basis auf, nachdem Biontech/Pfizer und Moderna ihre mRNA-Impfstoffe erfolgreich auf den Markt gebracht hatten.

Stattdessen will sich Sanofi nun in Kooperation mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline darauf konzentrieren, einen auf dem konventionelleren proteinbasierten Ansatz basierenden Covid-19-Impfstoff auf den Markt zu bringen.

Sanofi setzt weiterhin auf mRNA-Technologie

Dennoch setzt Sanofi auch weiterhin auf die Botenstoff-Technologie mRNA. So hat der französische Pharmariese erst vor wenigen Wochen die Übernahme des US-amerikanischen Biotech-Unternehmens Translate Bio erfolgreich abgeschlossen. Für den Kauf des mRNA-Spezialisten haben die Franzosen stolze 3,2 Mrd. US-Dollar gezahlt.

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Tobias Schöneich
Von: Tobias Schöneich. Über den Autor

Tobias Schöneich, Jahrgang 1982, begeistert sich seit der Jahrtausendwende und somit seit den Zeiten des New-Economy Booms für das Thema Börse und alles unmittelbar damit Verbundene.

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