BASF: Großer Aktienrückkauf

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BASF wird wieder eine üppige Dividende ausschütten. Darüber hinaus will BASF bis Ende 2023 eigene Aktien für 3 Mrd. Euro zurückkaufen. (Foto: 360b / shutterstock.com)

Der deutsche Chemieriese BASF war gestern einer der Gewinner im DAX. Ursächlich dafür war auch die Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms. Auch soll die „progressive Dividendenpolitik“ fortgesetzt werden. In diesem Jahr werden voraussichtlich wieder 3,30 Euro je Aktie ausgeschüttet, was auf Basis des aktuellen Kurses eine Dividendenrendite von gut 5% bedeutet.

Die Ludwigshafener wollen darüber hinaus zum ersten Mal seit 13 Jahren ungenutztes Kapitel über Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurückgeben. „Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung sowie der Devestitionen im Laufe des Jahres 2021″ wolle BASF bis Ende 2023 eigene Aktien für 3 Mrd. Euro zurückkaufen, teilte der Konzern mit.

Anlässlich des angekündigten Aktienrückkaufprogramms durch BASF möchte ich Ihnen nun noch erläutern, was die Auswirkungen von Aktienrückkäufen sind, welche Gründe dafür sprechen und worauf Sie achten sollten.

Das sind die Auswirkungen von Aktienrückkäufen

Wenn ein Unternehmen eigene Aktien zurückkauft und anschließend vernichtet (in der Börsen-Sprache sagt man weniger brutal: „einzieht“), hat das mehrere positive Auswirkungen:

  1. Aktienrückkäufe sorgen dafür, dass der zukünftige Unternehmens-Gewinn auf weniger Aktien verteilt werden muss. Selbst bei stagnierenden Gewinnen steigt dann der Gewinn je Aktie.
  2. Der gleiche Effekt wirkt auch bei der Dividende: Die Dividendensumme muss auf weniger Aktien verteilt werden. Dadurch steigt die  Dividendenrendite.
  3. Aktienrückkäufe sorgen an der Börse für eine steigende Nachfrage nach der entsprechenden Aktie. Bleibt das Angebot gleichzeitig konstant, steigt der Aktienkurs.
  4. Verkaufswillige Aktionäre können ihre Aktien direkt an das Unternehmen verkaufen und belasten dadurch nicht den Kurs an der Börse.

 Die 3 häufigsten Gründe für Aktienrückkäufe

  1. Das Unternehmen will den eigenen Aktienkurs aufpolieren und zeigen, dass man die eigene Aktie für unterbewertet hält.
  2. Der Konzern, der eigene Aktien zurückkauft, will damit die Aktionäre bei Laune halten, da es sich dabei gewissermaßen um eine zusätzliche Ausschüttung (neben den Dividenden) handelt.
  3. Ein „reifes“ Unternehmen kann mit Aktienrückkäufen dafür sorgen, dass trotz Gewinn-Stagnation der Gewinn je Aktie steigt und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) sinkt. So wird die Aktie wieder attraktiver.

Aktienrückkäufe: Meist positiv, aber auch nicht frei von Gefahren

Die Gründe, warum ein börsennotierter Konzern eigene Aktien kauft, sind in vielen Fällen positiv zu werten. Doch auch Aktienrückkäufe bergen Gefahren: So kann auch ein Aktienrückkauf-Programm „missbraucht“ werden – oder zumindest die Risiken erhöhen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn das Unternehmen knapp bei Kasse ist. Dann sollte das Geld im Konzern bleiben.

Wählen Sie daher Aktien von Unternehmen aus, die den Spagat schaffen zwischen Aktienrückkäufen, der Ausschüttung von Dividenden, der Schaffung von ausreichend Eigenkapital und Investitionen in neue Geschäftsfelder. Dann steht einer guten Gesamtrendite nichts im Wege. Unser heutiges Beispiel BASF erfüllt diese Kriterien.

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Rolf Morrien
Von: Rolf Morrien. Über den Autor

Rolf Morrien ist einer der renommiertesten Börsenexperten Deutschlands und teilt seine Expertise bereits seit rund 20 Jahren als Chefredakteur von „Morriens Depot-Brief“ (für den erfolgreichen Börsenstart), dem „Depot-Optimierer“ (Vermögensaufbau mit Value-Ansatz) und von „Rolf Morriens Power Depot“ (dynamisches Trading-Depot) sowohl mit Börseneinsteigern als auch mit ambitionierten Privatanlegern.

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