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Dieser österreichische Patient lebt wieder

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Energie ist teuer. Und wenn sie aus Russland kommt auch ziemlich unbeliebt. Was läge also näher, als Energie künftig so nachhaltig wie nur möglich in der Nordsee oder in Nordamerika zu fördern? Hier könnte das österreichische Unternehmen Schoeller-Bleckmann ins Spiel kommen. Wir erklären Ihnen, ob es Investment wirklich so logisch auf der Hand liegt, wie es auf den ersten Blick scheint. Lesen Sie weiter und gehen Sie mit uns ins Detail.

Vorab aber ein paar Eckdaten zum Unternehmen an sich. Schoeller-Bleckmann Oilfield (SBO) ist einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet der Hochpräzisionsteile für Richtbohrtechnologie der Ölfeld-Ausrüstungsindustrie. Schwerpunkte sind die Herstellung und der Vertrieb von amagnetischen Bohrstrangkomponenten. Zudem liefert SBO Bohrmotoren für die Ölfeld-Service- und die Tiefbau-Industrie sowie Bohrwerkzeuge. Abgerundet wird das Spektrum durch Reparatur- und Wartungsdienstleistungen.

Bessere Zahlen und Tech-Fantasie

Nach dem pandemiebedingt drastischen Einbruch im 2. Quartal 2020 ist SBO kontinuierlich von Quartal zu Quartal gewachsen und schloss 2021 an das Umsatzniveau des Jahres 2020 an. Das operative Ergebnis (EBITDA) hat sich auf 60 Mio € mehr als verdoppelt. Die EBITDA-Marge legte von 9,3 auf 20,5% zu. Unterm Strich standen mit 21 Mio € wieder schwarze Zahlen. Das Eigenkapital stieg um 19%, und die Eigenkapitalquote verbesserte sich von 36,9 auf 42,3%.

Für den Weg in die Energiezukunft hat SBO seine Strategie 2030 definiert. Der Konzern will die Zukunft der Industrie auch in den kommenden Jahrzehnten an vorderster Front mitgestalten und hat sich zum Ziel gesetzt, sowohl zur sicheren Energieversorgung, als auch zum Auf- und Ausbau von grünen Technologien beizutragen. Geplant ist, bis 2030 eine neue Sparte außerhalb des aktuellen Kerngeschäfts aufzubauen. Dafür sollen Investitionen und Akquisitionen vorzugsweise in den Bereichen Energy Transition und Green Tech Industries getätigt werden.

Neue Geschäftsfelder müssen zur Nischenstrategie von SBO passen und strenge Kriterien erfüllen. Dazu zählen hohe Eintrittsbarrieren, abgesichert durch Technologie und spezifisches Know-how sowie langfristiges Wachstumspotenzial in Verbindung mit nachhaltiger Profitabilität.

Zukäufe könnten sich lohnen

Ergänzend sind auch Investitionen in Start-ups möglich, die das Potenzial haben, solche Kriterien in absehbarer Zeit zu erfüllen. Langfristig soll die Sparte 50% des Umsatzes erzielen. Der erfreuliche Anstieg des Auftragseingangs um 50% auf 343,3 Mio € wird 2022 zu einem Umsatzanstieg führen. Gerade im Bereich der Startups könnte Schoeller-Bleckmann einen guten Fang machen.

Aktuell gibt es einige Unternehmen aus dem Rohstoffsektor, die rund um KI oder Nachhaltigkeit spannende Pläne umsetzen. Die Dividendenrendite liegt bei 1,4%. Das können Sie vernachlässigen. Die Aktie ist aber nicht uninteressant.