RWE

Banner Vorlage
RWERheinischer Strom für Deutschland

Ursprüngliche Aufgabe von RWE war es, die Stadt Essen Ende des 19. Jahrhunderts mit Strom zu versorgen. Inzwischen besitzt RWE fast 72.000 Mitarbeiter, die 16,4 Mio. Kunden mit Strom und 7,8 Mio. Haushalte mit Gas versorgen. > Mehr...

RWE© Gina Sanders/AdobeStock
Kurzprofil RWE wurde 1898 als Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG in Essen gegründet. Über die mehr als 100-jährige Konzern-Geschichte vergrößerte sich das Unternehmen zum zweitgrößten Energie-Versorger Deutschlands. In den 1980er-Jahren wandelte sich RWE vom reinen Stromversorger hin zum Energie-Anbieter, der sich auch im Bergbau und bei der Förderung von Mineralöl und im Anlagen- und Gerätebau engagiert.

Als Gründungs-Mitglied ist RWE seit 1988 im DAX notiert (WKN 703712).
RWE AG St.
26,44 €
+0,38+1,44 %
  • ISIN: DE0007037129
  • WKN: 703712
Chart
  • 1T
  • 1M
  • 3M
  • 6M
  • 1J
  • 3J
  • 5J
Kurs (Daten der Börse Stuttgart)
Letzter26,44 €
Zeitpunkt11.12.2019 22:13
Tief26,05 €
Hoch26,54 €
Eröffnung26,09 €
Briefkurs26,5 €
Geldkurs26,44 €
Kennzahlen
Dividenden Rendite2,64 %
KGV15,55
Performanz
Hoch 52 Wochen28,82 €
Tief 52 Wochen17,64 €
1 Jahr43,91 %
3 Jahre157,23 %
5 Jahre7,3 %
Vorstandsportrait

Peter Terium: Der Niederländer Nummer 2

Bereits im Sommer 2011 war die Entscheidung gefallen. Peter Terium sollte im Juli 2012 zum zweiten Niederländer an der Spitze des Energieriesen RWE gewählt werden. Die Wahl für den in Neederwert an der deutsch-niederländischen Grenze geborenen Terium fiel denkbar einfach, gilt er in Insiderkreisen als gewiefter Finanzexperte.

Dabei spielt natürlich auch seine Vergangenheit eine wichtige Rolle. 1963 geboren, arbeitete der ausgebildete Buch- und Steuerprüfer zunächst für das niederländische Finanzministerium, wo er einen Einblick in die Zusammenhänge von Wirtschaft und Staat erlangen konnte. 1985 folgte der Wechsel auf die Unternehmerseite: Bei KPMG, einem Schweizer Beratungsunternehmen, blieb Terium insgesamt für fünf Jahre.

Peter Terium: Heimatgefühle bei RWE

Anfang der 1990er kam Terium dann erstmals nach Deutschland. Beim Verpackungsunternehmen Schmalbach-Lubeca arbeitete er, bis ihn der Ruf eines Landsmannes ereilte. Harry Roels hatte 2003 die Führung des RWE-Konzerns übernommen und holte Terium in den Essener Konzernsitz.

Und der Neuzugang konnte sich in den Folgejahren in mehreren Positionen behaupten. Roels hatte ihn zunächst als Chefcontroller für die Finanzsparte an Bord geholt, zwei Jahre später stieg Terium jedoch bereits zum Leiter der Sparte RWE Trading auf.

Während dieser Zeit war Terium einer der Hauptverantwortlichen für die Fokussierung des Konzerns auf die beiden Bereiche Strom und Gas und den Verkauf der Wassergeschäfte in Großbritannien und Nordamerika. Nach Abschluss dieser Konzernumstellungen richtete Terium seinen Blick Richtung alte Heimat und bereitete den Kauf des vormals kommunalen niederländischen Energieversorgers Essent vor, dessen Vorsitz er wenig später übernahm.

Der Unbekannte in den deutschen Medien

Trotz seines großen Einflusses blieb Peter Terium in den deutschen Medien meist unerwähnt. Fokussiert auf die nackten Zahlen, war er lange Zeit keine Person für die großen Schlagzeilen. Nach seinem Amtsantritt 2012 sollte sich dies schnell ändern. Im Gegenzug zu seinem Vorgänger Jürgen Großmann, der als bekennender Fan der Atomenergie gilt, positionierte sich Terium schnell als Befürworter eines schnellen Ausstieges.

Bereits im Juni 2012, also einen Monat vor seinem Amtsantritt, kündigte er beispielsweise an, sämtliche Pläne zum Bau neuer Atomkraftwerke im Ausland aufzugeben. Im August gab er bekannt, dass RWE „aus Überzeugung“ aus der Kernenergie aussteige, die Zukunft des Konzerns läge in erneuerbaren Energien.

Und aus Überzeugung übt auch Terium seine Arbeit aus. Dies führte dazu, dass der langjährige Vegetarier sich gegen den Einsatz von Mais und Getreide zur Stromproduktion einsetzt, um die Nahrungsproduktion nicht zu gefährden. All dies präsentiert er übrigens in fehlerfreiem Deutsch: Peter Terium gilt als Perfektionist, der sich schnell an neue Situationen anpassen könne. Der perfekte Mann also für den Energiekonzern zur Mitte des Atomausstiegs. Sein Vertrag läuft noch bis Mitte 2016.

Aktuelle Artikel
Marktanalysen

RWE-Aktie hat weiteres Potenzial

von Michael Kelnberger

Die RWE-Aktie zeigte während der jüngsten Korrektur beachtliche Stärke. Die Chancen für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends stehen gut. > Mehr

Marktanalysen

Bei dieser Aktie ist Fantasie im Spiel

von Volker Gelfarth

Energieversorger sind langweilig? Zugegeben, ich widerspreche nicht, wenn Sie das behaupten. Hier aber ist zumindest etwas Musik drin. Lesen Sie mehr! > Mehr

Marktanalysen

Der norwegische Staatsfonds wird immer grüner

von Peter Thilo Hasler

RWE und Uniper verlieren einen ihrer wichtigsten Einzelaktionäre. Nicht nur der norwegische Staatsfonds wird immer grüner.

Marktanalysen

EU forciert den Kohleausstieg

von Volker Gelfarth

Um die Klimaziele zu erreichen werden in Deutschland die Kapazitäten der Kohlekraftwerke reduziert und bis 2038 komplett heruntergefahren. > Mehr

Aktien

RWE Aktie: Aufpassen bei zu viel Euphorie

von Ralf Hartmann

Die RWE-Aktie wird durch geplante Entschädigungs-Milliarden beim Kohleausstieg getrieben. Wichtiger ist eine Genehmigung des RWE-Eon-Deals > Mehr

Marktanalysen

RWE will Vorzugsaktien in Stammaktien umwandeln

von Tobias Schöneich

Der Unterschied zwischen Stamm- und Vorzugsaktien und wie und warum der Energieversorger RWE beide Aktiengattungen zusammenlegen will.

Marktanalysen

RWE wandelt endlich die Vorzüge in Stämme um

von Peter Thilo Hasler

Nach jahrelanger Diskussion geht RWE nun auf seine Kritiker zu und wandelt die Vorzüge in die Stämme um. > Mehr

Marktanalysen

Warum Sie auf 6,9% Dividende verzichten sollten

von Volker Gelfarth

Dividenden sind ein nettes Zubrot, aber längst nicht alles. Warum Sie diese RWE-Analyse lesen sollten. > Mehr

Aktien

RWE-Aktie: Imageverlust durch die Macht der Bilder?

von Ralf Hartmann

Ein Kommunalverband will RWE-Aktien im großen Stil verkaufen. Die Rodung im Hambacher Forst könnte zum Bumerang werden.

Ökonomie

Kohleausstieg: Mit Augenmaß bleibt ein Versorgungs-Chaos aus

von Ralf Hartmann

Beim Kohleausstieg steht noch nichts fest. Die Planungslosigkeit treibt alle Beteiligten um. Befürchtet wird ein zweiter Atomausstieg. > Mehr

Alle Artikel lesen

Schnellzugriff GeVestor Themen

Sie gelangen mit Hilfe der unteren Buchstabenleiste schnell und direkt zu allen Themen auf GeVestor. Über das jeweilige Thema gelangen Sie zum passenden Artikel.