Sartorius-Aktie: Pharmazulieferer feuert auf allen Zylindern

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Der Labor-Ausrüster Sartorius feuert auf allen Zylindern. Ein Umsatzplus von 54% in den ersten neun Monaten 2021 spricht eine eindeutige Sprache - davon profitiert auch die Aktie. (Foto: l i g h t p o e t / Shutterstock.com)

Seit Jahren begeistert der Göttinger Konzern Sartorius seine Anleger mit soliden Wachstumsraten und steigenden Gewinnen. Selbst die Corona-Krise konnte den Konzern mit seinem stabilen Geschäftsmodell nicht aus der Bahn werfen. Ganz im Gegenteil: Der Wettlauf um einen Corona-Impfstoff hat dem Unternehmen sogar Extra-Rückenwind beschert. Sartorius beliefert Impfstoffproduzenten mit Spezialfiltern, Zellkulturmedien und analytischen Instrumenten. Doch auch nach dem Rekordjahr 2020 feuert das Unternehmen auf allen Zylindern, wie die gerade präsentierten Quartalszahlen deutlich machen.

Die Aktionäre freut es. Wechselten die Aktien zum Jahreswechsel noch für 345 Euro den Besitzer, müssen Kaufinteressenten mittlerweile 540 Euro je Anteilsschein auf den Tisch legen. Damit liegen die Papiere im Börsenjahr 2021 über 50% im Plus. Auf Fünfjahressicht summiert sich der Wertzuwachs sogar auf deutlich über 500%.

Sartorius – Spezialist für die Pharma- und Laborbranche

Falls Ihnen Sartorius noch kein Begriff ist: Der Familienkonzern ist einer der weltweit führenden Zulieferer der Biopharma- und Laborbranche. Das Göttinger Unternehmen wurde bereits 1870 gegründet und beschäftigt heute mehr als 6.000 Mitarbeiter. Das Angebot umfasst ein breites Produktsortiment zur Herstellung von Biopharmazeutika und Impfstoffen (Bioprocess Solutions, 73% vom Konzernumsatz) sowie Präzisionsinstrumente und Verbrauchsmaterialien für Labore (Lab Products & Services, 27% vom Umsatz).

Beeindruckende Markstellung

In der Hauptsparte Bioprocess Solutions deckt das Produktportfolio Waren für fast alle Prozessschritte zur Herstellung von Biopharmazeutika von Zellkulturmedien, Bioreaktoren, Filtern über Reinigung und Konzentration bis zur endgültigen Befüllung der Medikation ab.

Als Marktführer hebt sich das Unternehmen deutlich durch umfassendes Prozess-Know-how, ein breites Produktportfolio und konstante Produktqualität sowie effizienzverbessernde Innovationen ab.  In einer Branche, in der jeder Produktionsschritt und jedes Verbrauchsmaterial durch die Regulierungsbehörde zugelassen werden muss, sind Qualität und Vertrauen entscheidend, während der Preis nur von sekundärer Bedeutung ist.

Umsatz schnellt um 54% in die Höhe

In den ersten neun Monaten liefen die Geschäfte weiter auf Hochtouren: Der Umsatz zog währungsbereinigt um 54% auf 2,53 Milliarden Euro an. Gleichzeitig wirtschaften die Göttinger extrem profitabel. Der operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich sogar um 77% auf 866 Millionen Euro. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 34,3% – immerhin 5,2 Prozentpunkte über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Unter dem Strich blieb ein um Sondereffekte bereinigter Nettogewinn von 407 Millionen Euro hängen.

Dabei profitiert der Konzern weiter von der Pandemie, da Sartorius sowohl von der hohen Anzahl der Corona-Tests als Laborausstatter wie auch von der Impfstoffherstellung profitiert. Insgesamt gingen in den ersten neun Monaten 21% des Umsatzwachstums auf das Konto der Pandemie.

Konzernführung zeigt sich optimistisch

Geht es nach Firmenboss Joachim Kreuzburg, dann wird sich an der hohen Wachstumsdynamik  vorerst wenig ändern. Im Gesamtjahr soll ein Umsatz von 3,4 Milliarden Dollar durch die Bücher gehen, was einem Plus von 45% entspricht. Bei der EBITDA-Marge stellt Sartorius 34% in Aussicht, was ebenfalls deutlich über dem Vorjahresniveau liegt (2020: 29,6%). Auch seinen Langfristzielen bleibt der Laborausrüster treu: Bis 2025 will Sartorius den Umsatz auf 5 Milliarden Euro steigern und mit einer Marge von 32% weiter hochprofitabel bleiben.

Stückaktie

Sartorius weiter im VorwärtsgangDie Sartorius-Aktie läuft 2020 erneut exzellent. Allerdings erscheint die Bewertung inzwischen recht hoch.  › mehr lesen


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Von: Rene König. Über den Autor

Chefanalyst Rene König ist Experte für Aktien. Sein Fokus liegt auf der Analyse wegweisender Robotik-Unternehmen, die sich durch stabile Geschäftsmodelle und planbare Rendite auszeichnen.

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